Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

-el

Grammatik Affix · Neutrum; Maskulinum · Genitiv Singular: -els · Nominativ Plural: -el
Nebenformen D-Mittelost , D-Südost , A -l · Affix · Neutrum · Genitiv Singular: -ls · Nominativ Plural: -l
Nebenformen besonders D-Südwest -le · Affix · Neutrum · Genitiv Singular: -les · Nominativ Plural: -le
Nebenformen D-Südost , A -erl · Affix · Genitiv Singular: -erls · Nominativ Plural: -erl
Nebenformen meist CH -li · Affix · Neutrum · Genitiv Singular: -s · Nominativ Plural: -(s)
Aussprache [əl] · [l̩] · [lə] · [ɐl] · [li]
Wortbildung  mit ›-el‹/›-l‹/›-le‹/›-erl‹/›-li‹ als Letztglied: Alzerl · Ausstecherle · Barterl · Baunzerl · Bauxerl · Beserl · Bildstöckli · Bredle · Breedle · Brettel · Brettl · Brödle · Brötle · Brötli · Bummerl1 · Bummerl2 · Bussel · Busserl · Bähnle · Bändel · Bündel · Bürli · Bützel · Chacheli · Christkindel · Christkindl · Christkindle · Christkindli · Cleverle · Drämli · Einerli · Fatschenkindl · Fatschnkindl · Ferserl · Flankerl · Fleckerl · Flesserl · Flinserl · Flitscherl · Flädle · Flädli · Frankfurterli · Franziskerl · Fäustel · Geschmäckle · Gigerl · Gipfeli · Goscherl · Gschmäckle · Gurkerl · Gössel · Güggele · Güggeli · Haferl · Hangerl · Hascherl · Heftel1 · Heftl · Helgenstöckli · Hetscherl · Häckerle · Häferl · Hörnli · Kasperle · Kindel · Kipfel · Kipferl · Kipfl · Knöchel · Knöpfle · Kracherl · Kriecherl · Kränzel · Krügel · Küchel · Kücherl · Küchle · Lamperl · Leckerli · Leiberl · Lädeli · Lädli · Ländle · Mailänderli · Marterl · Marterla · Marterle · Mascherl · Moppel1 · Murkel · Mäderl · Nockerl · Patscherl · Pickerl · Plättli · Plätzli2 · Ringel2 · Ränftel · Ränzel · Rössel2 · Sackerl · Schaffel · Schlamperl · Schlieferl · Schmankerl · Schnackerl · Schnauferl · Schneckerl · Schnitzel1 · Schnitzel2 · Schnoferl · Schwammerl · Schweinderl · Schätzel · Schöberl · Simperl · Spatzeln · Springerl · Springerle · Spätzla · Spätzle · Spätzli · Stamperl · Steckerl · Säckel · Tascherl · Tatschkerl · Trämel · Trämli · Träuble · Tschapperl · Tschecherl · Tschocherl · Tüchel · Viertele · Wammerl · Wapperl · Waserl · Weckerl · Weggli · Weiberl · Wienerle · Wienerli · Wimmerl · Wuzerl · Wädli · Würstel · Würstl · Zamperl · Zickel · Zuckerl · Zumpferl · Zweierli · Zötteli
 ·  mit ›-el‹/›-l‹/›-le‹/›-erl‹/›-li‹ als Binnenglied: Bäuchelchen · Dingelchen · Knöchelchen · Krägelchen · Löchelchen · Sächelchen · Wägelchen · Äugelchen
Herkunft landschaftlich aus -lein
ZDL-Verweisartikel

Bedeutung

Synonym zu -chen, -lein
Beispiele:
Mädel (= Mädchen)
Hendl (= Hähnchen)
Geschmäckle (= fader Beigeschmack)
Fleckerl (= kleiner Fleck)
Müsli (= Gericht, das an Mus erinnert)

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

-lein Deminutivsuffix wie -chen (s. d.), entwickelt aus auf l auslautenden Suffixen (vgl. ahd. leffil, fogal u. a.) und dem Suffix germ. -īna-, ahd. -īn; es entsteht durch Übertragung von ahd. -ilīn auf Wörter, die ursprünglich kein l-Suffix besitzen (leffil-īn wird Vorbild für hūs-ilīn). Das Suffix ahd. -ilīn, mhd. -elīn (kindelīn), nhd. -lein (mit Synkope des unbetonten -e-), mundartlich auch -(e)li (schweiz.), -le (schwäb.), -el (omd.), -erl (bair., aus Bildungen auf -er entstanden: Fingerl) ist ursprünglich nur hd.; Heliand und Genesis kennen es nicht. Später wandert es als „literaturfähige Modeform“ nach Norden (Henzen Wortbildung (1965) 148).
Zitationshilfe
„-el“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/-el#1>.

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-el

Grammatik Affix · verbal

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [selten abwertend] drückt eine abgeschwächte, wiederholte Handlung aus
  2. 2. [gelegentlich abwertend] drückt ein typisches Verhalten aus
ZDL-Basisartikel

Bedeutungen

1.
selten abwertend drückt eine abgeschwächte, wiederholte Handlung aus
Grammatik: in Bildungen mit Verben, Substantiven oder lautnachahmenden Ausdrücken
Beispiele:
brabbeln (= stammeln)
hüsteln (= leicht husten)
köcheln (= leicht kochen)
lächeln (= mimisch lachen)
es kriselt (= eine Krise kündigt sich an)
2.
gelegentlich abwertend drückt ein typisches Verhalten aus
Grammatik: in Bildungen mit Eigennamen
Beispiele:
französeln (= übertrieben frankophil sein)
sächseln (= mit sächsischem Akzent sprechen)
schwäbeln (= schwäbisch reden)

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„-el“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/-el#2>.

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