-tum

GrammatikAffix · Neutrum
Wortbildung mit ›-tum‹ als Letztglied: ↗Abenteuertum · ↗Abenteurertum · ↗Abweichlertum · ↗Altertum · ↗Anachoretentum · ↗Analphabetentum · ↗Aufsiedlertum · ↗Außenseitertum · ↗Banausentum · ↗Banditentum · ↗Baptistentum · ↗Barbarentum · ↗Bauerntum · ↗Beamtentum · ↗Bischoftum · ↗Bonzentum · ↗Brigantentum · ↗Bummelantentum · ↗Burschentum · ↗Bürgertum · ↗Christentum · ↗Cäsarentum · ↗Denunziantentum · ↗Dichtertum · ↗Dilettantentum · ↗Doppelgängertum · ↗Draufgängertum · ↗Dunkelmännertum · ↗Eigentum · ↗Einzelgängertum · ↗Emigrantentum · ↗Epigonentum · ↗Eremitentum · ↗Expertentum · ↗Flagellantentum · ↗Frauentum · ↗Freidenkertum · ↗Führertum · ↗Fürstentum · ↗Gammlertum · ↗Gangstertum · ↗Gaunertum · ↗Gegentum · ↗Gelehrtentum · ↗Germanentum · ↗Griechentum · ↗Gutmenschentum · ↗Gönnertum · ↗Götzentum · ↗Heidentum · ↗Heldentum · ↗Hellenentum · ↗Helotentum · ↗Heroentum · ↗Herostratentum · ↗Herrentum · ↗Herrschertum · ↗Ignorantentum · ↗Intrigantentum · ↗Irrtum · ↗Jakobinertum · ↗Jesuitentum · ↗Judentum · ↗Junkertum · ↗Kaisertum · ↗Kapitulantentum · ↗Karrieristentum · ↗Ketzertum · ↗Komödiantentum · ↗Kraftmeiertum · ↗Kriegertum · ↗Kurpfuschertum · ↗Kämpfertum · ↗Künstlertum · ↗Laientum · ↗Literatentum · ↗Luthertum · ↗Manchestertum · ↗Mannestum · ↗Maulheldentum · ↗Menschentum · ↗Mitläufertum · ↗Mittlertum · ↗Muckertum · ↗Musikantentum · ↗Märtyrertum · ↗Mäzenatentum · ↗Mönchstum · ↗Mönchtum · ↗Narrentum · ↗Nomadentum · ↗Paktierertum · ↗Parasitentum · ↗Pfaffentum · ↗Pharisäertum · ↗Philistertum · ↗Polentum · ↗Preußentum · ↗Priestertum · ↗Protzentum · ↗Protzertum · ↗Querulantentum · ↗Rabaukentum · ↗Raffertum · ↗Raubrittertum · ↗Renegatentum · ↗Revoluzzertum · ↗Richtertum · ↗Rittertum · ↗Romanentum · ↗Römertum · ↗Samaritertum · ↗Schmarotzertum · ↗Schöpfertum · ↗Sektierertum · ↗Sklaventum · ↗Slawentum · ↗Soldatentum · ↗Spezialistentum · ↗Spießbürgertum · ↗Spießertum · ↗Stammestum · ↗Strebertum · ↗Stutzertum · ↗Sympathisantentum · ↗Täufertum · ↗Unternehmertum · ↗Vagabundentum · ↗Vagantentum · ↗Vandalentum · ↗Vasallentum · ↗Verbrechertum · ↗Versöhnlertum · ↗Virtuosentum · ↗Volkstum · ↗Wachstum · ↗Weihtum · ↗Witwentum · ↗Zarentum · ↗Zwittertum
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
bezeichnet in Bildungen mit Substantiven einen Zustand, eine Beschaffenheit, Eigenschaft oder ein Verhalten von jmdm.
2.
bezeichnet in Bildungen mit Substantiven eine Personengruppe
3.
bezeichnet in Bildungen mit Substantiven das Territorium von jmdm.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

-tum Auszugehen ist von ahd. tuom ‘Urteil, Gericht’ (8. Jh.), mhd. tuom ‘Macht, Herrschaft, Würde, Stand, Lebensverhältnisse, Besitz, eigentümlicher Zustand, Urteil, Gericht’, asächs. dōm ‘Urteil, Gericht, Verfügung, Belieben, Macht, Ruhm, Ehre’, mnd. dōm, mnl. doem ‘Urteil, rechtliche Entscheidung, Erkenntnis’, aengl. dōm ‘Urteil, Gottesurteil, Gesetz, Rechtsprechung, Gerichtsbarkeit, Macht, Ruhm, Ehre’, engl. doom ‘Schicksal, Verhängnis, Jüngstes Gericht’, anord. dōmr ‘Urteil, Gericht’, schwed. dom ‘Urteil’, got. dōms ‘Urteil, Ruhm’, das im Sinne von ‘das Setzen, das Gesetzte, Satzung’ wie griech. thōmós (θωμός) ‘Haufen, Schober’ mit mo-Suffix zu der unter ↗tun (s. d.) angeführten Wurzel ie. *dhē- ‘setzen, stellen, legen’ gebildet ist. Germ. *dōma- m. bildet im Westgerm. und Nordgerm. in Verbindung mit Substantiven und Adjektiven Komposita, die Würde und Stand, Gewohnheit oder allgemein einen Zustand bezeichnen, vgl. ahd. keisurtuom, asächs. kēsurdōm, aengl. cāserdōm sowie anord. jarldōmr, ahd. wīstuom, asächs. aengl. wīsdōm, anord. vīsdōmr ‘Weisheit’ (eigentlich ‘weises Urteil’). In diesem produktiven Bildungstyp entwickelt sich der Wortteil unter semantischer Abschwächung zum Kompositionssuffix (vgl. nhd. Altertum, Besitztum, Luthertum).
Zitationshilfe
„-tum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/-tum>, abgerufen am 19.06.2019.

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