Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Abberufung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Abberufung · Nominativ Plural: Abberufungen
Aussprache  [ˈapbəˌʀuːfʊŋ]
Worttrennung Ab-be-ru-fung
Wortzerlegung abberufen -ung
eWDG und ZDL

Bedeutung

Entzug eines Amtes, einer Dienststellung
entsprechend der Bedeutung von abberufen
Beispiele:
die Abberufung des Gesandten, AbgeordnetenWDG
»Die Forderung nach Abberufung des Flughafenchefs ist völlig unangemessen«, teilte die Zulassungsbehörde für den Flughafen gestern mit. [Kieler Nachrichten, 14.12.2018]
Die Bestellung oder die Abberufung eines Geschäftsführers ist eine wichtige und elementare Entscheidung für eine Kapitalgesellschaft. [Der Geschäftsführer ist der gesetzliche Vertreter, 19.10.2016, aufgerufen am 16.09.2018]
gehoben, verhüllend, bildlich Tod
Synonym zu Heimgang
Beispiele:
Sesemi Weichbrodt [nahm] an, daß ihre Abberufung (= ihr Tod) nahe bevorstehe [ Th. MannBuddenbrooks1,563]WDG
Als die Nachricht von seiner Abberufung an Fronleichnam bekannt wurde, wirkte dies wie ein tiefer Schock auf die Pfarrgemeinde, es gab Tränen der Trauer. [Fränkischer Tag, 24.08.2009]
Bei meinem hohen Alter sehe ich meiner Abberufung von dieser Welt […] mit Freudigkeit des Herzens stündlich entgegen. [Liliencron, Adda Freifrau von: Krieg und Frieden, Erinnerungen aus dem Leben einer Offiziersfrau. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690–1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 45158]

letzte Änderung:

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Thesaurus

Synonymgruppe
Abberufung · Absetzung · Ausscheiden · Demission · Entlassung · Kündigung · Vertragsauflösung  ●  Amtsenthebung  Amtsdeutsch · Verabschiedung  fig. · Auflösung des Beschäftigungsverhältnisses  fachspr., bürokratisch
Assoziationen
Synonymgruppe
Ableben · Abschied · Exitus · Hinscheiden · Lebensende · Sterben · Versterben  ●  (jemandes) Tod  Hauptform · Abberufung  verhüllend, fig. · Heimgang  religiös · Hinschied  schweiz. · Sterbefall  fachspr., Amtsdeutsch
Oberbegriffe
Assoziationen
  • (jemandem) schlägt die Stunde · (jemandes) letztes Stündlein hat geschlagen · (seinen) letzten Atemzug tun · ableben · das Zeitliche segnen · erlöschen · in die ewigen Jagdgründe eingehen · verdämmern · verscheiden · versterben · wegsterben  ●  (die) Augen für immer schließen  verhüllend · (die) Reihen lichten sich  fig. · abtreten  fig. · aus dem Leben scheiden  fig. · davongehen  fig. · entschlafen  fig., verhüllend · fallen  militärisch · gehen  verhüllend · heimgehen  fig., verhüllend · sanft entschlafen  verhüllend, fig. · seinen letzten Gang gehen  fig. · sterben  Hauptform · uns verlassen  verhüllend · vom Stangerl fallen  fig., bairisch · von der Bühne (des Lebens) abtreten  fig. · von uns gehen  fig. · (den) Arsch zukneifen  vulg., fig. · (den) Löffel abgeben  ugs., fig., salopp · (seine) letzte Fahrt antreten  ugs., fig. · dahingehen  geh., verhüllend · dahingerafft werden (von)  ugs. · dahinscheiden  geh., verhüllend · den Geist aufgeben  ugs. · den Weg allen Fleisches gehen  geh. · die Grätsche machen  ugs., salopp · die Hufe hochreißen  derb, fig. · dran glauben (müssen)  ugs. · in die Ewigkeit abberufen werden  geh., fig. · in die Grube fahren  ugs., fig. · in die Grube gehen  ugs. · ins Grab sinken  geh., fig. · ins Gras beißen  ugs., fig. · sein Leben aushauchen  geh. · seinen Geist aufgeben  ugs. · seinen Geist aushauchen  geh. · vor seinen Richter treten  geh., religiös, fig. · vor seinen Schöpfer treten  geh., fig.

Typische Verbindungen zu ›Abberufung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Abberufung‹.

Zitationshilfe
„Abberufung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Abberufung>.

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