Abberufung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Abberufung · Nominativ Plural: Abberufungen
Aussprache
WorttrennungAb-be-ru-fung (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von abberufen
Beispiel:
die Abberufung des Gesandten, Abgeordneten
gehoben, verhüllend, bildlich
Beispiel:
Sesemi Weichbrodt [nahm] an, daß ihre Abberufung (= ihr Tod) nahe bevorstehe [Th. MannBuddenbrooks1,563]

Thesaurus

Synonymgruppe
Abberufung · ↗Ablösung · ↗Absetzung · ↗Austritt · ↗Demission · ↗Enthebung · ↗Entlassung · ↗Kündigung · Vertragsaufhebung · ↗Vertragsauflösung  ●  ↗Verabschiedung  fig. · ↗Amtsenthebung  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Ableben · ↗Abschied · ↗Exitus · Hinscheiden · ↗Lebensende · ↗Sterben · Versterben  ●  ↗(jemandes) Tod  Hauptform · Abberufung  verhüllend, fig. · ↗Heimgang  religiös · ↗Hinschied  schweiz. · ↗Sterbefall  fachspr., Amtsdeutsch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Plötzlicher Herztod · ↗Sekundentod
  • Bolustod  ●  Bockwurstbudentod  ugs. · Minutentod  ugs. · Schlucktod  ugs.
  • (der) fröhliche, lachende Tod · Safranvergiftung
Assoziationen
  • (die) Augen für immer schließen · (jemandem) schlägt die Stunde · (jemandes) letztes Stündlein hat geschlagen · ↗ableben · das Zeitliche segnen · den Tod erleiden · ↗erlöschen · in den letzten Zügen liegen · in die ewigen Jagdgründe eingehen · sein Leben aushauchen · sein Leben lassen · seinen Geist aushauchen · ↗verdämmern · ↗verscheiden · ↗versterben · ↗wegsterben  ●  (die) Reihen lichten sich  fig. · ↗abtreten  fig. · aus dem Leben scheiden  fig. · ↗dahinscheiden  verhüllend · ↗davongehen  fig. · ↗entschlafen  fig., verhüllend · ↗fallen  militärisch · ↗gehen  verhüllend · sanft entschlafen  verhüllend, fig. · seinen letzten Gang gehen  fig. · ↗sterben  Hauptform · uns verlassen  verhüllend · von der Bühne des Lebens abtreten  fig. · von uns gehen  fig. · über die Klinge springen (lassen)  salopp · (den) Arsch zukneifen  vulg., fig. · (den) Löffel abgeben  ugs., fig., salopp · (den) Weg allen Fleisches gehen  geh. · (seine) letzte Fahrt antreten  ugs., fig. · ↗dahingehen  geh., verhüllend · dahingerafft werden (von)  ugs. · den Geist aufgeben  ugs. · die Hufe hochreißen  derb, fig. · dran glauben (müssen)  ugs. · in die Grube fahren  ugs., fig. · ins Gras beißen  ugs., fig. · seinen Geist aufgeben  ugs. · vor seinen Richter treten  geh., fig. · vor seinen Schöpfer treten  geh., fig.
  • Gedenkrede · ↗Nachrede · ↗Nachruf · ↗Nekrolog  ●  posthume Ehrung  geh. · posthume Würdigung  geh.
  • Todeskandidat · Todgeweihter  ●  Sterbende  weibl. · Sterbender  männl. · Moribundus  geh.
  • Begräbnisplatz · ↗Grabfeld · ↗Gräberfeld · ↗Totenacker  ●  ↗Friedhof  Hauptform · ↗Gottesacker  veraltet · ↗Kirchhof  veraltet · Leichenhof  veraltet
  • Krippentod · plötzlicher Kindstod · plötzlicher Säuglingstod
  • Hospiz · ↗Sterbehaus · ↗Sterbeklinik
  • Märtyrer
  • nach dem Tode · ↗posthum · ↗postum
  • (seinen Verletzungen) erlegen · aus dem Leben geschieden · dahingegangen · dahingeschieden · gestorben · mit jemandem ist es aus · nicht mehr sein · nicht mehr unter den Lebenden · nicht mehr unter uns (weilen) · seligen Angedenkens (nachgestellt) · seligen Gedenkens (nachgestellt) · ↗tot · tot und begraben (Verstärkung) · ↗verschieden · ↗verstorben  ●  draußen geblieben  militärisch · ↗gefallen  militärisch · hat uns verlassen  verhüllend, fig. · ↗selig (nachgestellt)  veraltet · von uns gegangen  verhüllend, fig. · (jemand) hat es hinter sich  derb · draufgegangen (bei)  ugs. · gehimmelt  ugs. · ↗mausetot  ugs. · unterm Torf  ugs., salopp, fig. · verblichen  geh. · weg vom Fenster  ugs., fig.
  • Abgelebter · Dahingegangener · Dahingeschiedener · Ermordeter · Gefallener · ↗Leiche · Verblichener  ●  Entschlafener  verhüllend · Toter  Hauptform · Verstorbener  Hauptform · Getöteter  geh. · Verschiedener  geh.
  • Kreislaufstillstand · klinischer Tod
  • Ehrentafel · ↗Gedenktafel · ↗Grabinschrift  ●  ↗Epitaph  geh. · Epitaphium  geh.
  • nach dem Tod  ●  ↗post mortem  lat. · ↗postmortal  fachspr.
  • Ehrengrabmal · ↗Ehrenmal · ↗Scheingrab  ●  ↗Kenotaph  geh., griechisch · ↗Zenotaph  geh., griechisch
  • Endstadium · letztes Stadium
  • Todeskampf  ●  ↗Agonie  fachspr., veraltet · Terminalphase  fachspr.
  • bis zum Tod  ●  bis zum Ende ihrer Tage  weibl. · bis zum Ende seiner Tage  männl.
  • Sterbeurkunde · Todesurkunde
  • Hades · ↗Hölle · ↗Inferno · ↗Jenseits · ↗Orkus · Reich der Toten · ↗Schattenreich · ↗Totenreich · ↗Unterwelt
  • beerdigen · ↗begraben · ↗beisetzen · ↗bestatten · das letzte Geleit geben · zu Grabe tragen · zur letzten Ruhe betten  ●  das letzte Aufgebot bestellen  fig., selten · die letzte Ehre erweisen  geh. · ↗einbuddeln  derb · unter die Erde bringen  derb · ↗verscharren  derb
  • Fäulnis · ↗Moder · ↗Verfall · ↗Verwesung  ●  ↗Putrefaktion  lat. · ↗Putreszenz  lat.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufsichtsratschef Aufsichtsratsmitglied Bestellung Botschafter Bundesbankpräsident Bürgerentscheid Chefredakteur Ernennung Generalstaatsanwalt Gesandter Geschäftsleiter Geschäftsträger Gouverneur Liquidator Nuntius Polizeipräsident Satzungsänderung Stadtoberhaupt US-Botschafter Verwalter Vorstandsmitglied beantragen bevorstehend erfolgt fristlos sofortig unverzüglich unwirksam vorzeitig votieren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Abberufung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich erwarte die Abberufung, ich dränge nicht, aber ich zögere auch nicht.
Die Welt, 04.12.1999
Dafür sah sich so mancher im vergangenen Jahr mit seiner Abberufung konfrontiert.
Süddeutsche Zeitung, 06.09.1996
Die Ausführung lag infolge seiner Abberufung nicht mehr in seinen Händen.
Heuß, Alfred: Hellas. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 3917
Allerdings können die Wähler die Abberufung nur in Übereinstimmung mit dem zuständigen Ausschuß der Nationalen Front verlangen.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - W. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 21552
Wann wurde dieser SS-Führer abberufen, und wie ist es zu seiner Abberufung gekommen?
o. A.: Einhundertelfter Tag. Donnerstag, 18. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 14863
Zitationshilfe
„Abberufung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Abberufung>, abgerufen am 19.11.2019.

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