Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Abbrand, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Abbrand(e)s · Nominativ Plural: Abbrände
Aussprache 
Worttrennung Ab-brand
Grundformabbrennen
Wortbildung  mit ›Abbrand‹ als Erstglied: Abbrändler

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [Hüttenwesen] Schwund beim Schmelzen und Warmverarbeiten von Metallen
  2. 2. [Hüttenwesen] Rückstand beim Erzrösten
  3. 3. [Tabakwarenindustrie] das Abbrennen einer Zigarre, Zigarette
eWDG

Bedeutungen

1.
Hüttenwesen Schwund beim Schmelzen und Warmverarbeiten von Metallen
Beispiel:
der Abbrand liegt zwischen 4 und 6 Prozent
2.
Hüttenwesen Rückstand beim Erzrösten
3.
Tabakwarenindustrie das Abbrennen einer Zigarre, Zigarette
Beispiel:
schlechter, feiner Abbrand

Verwendungsbeispiele für ›Abbrand‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Außerdem soll etwas Salz um den Docht für ruhigeren Abbrand sorgen. [Süddeutsche Zeitung, 21.12.2001]
Mit seiner riesigen Oberfläche bietet Staub dem Sauerstoff der Luft eine extrem große Angriffsfläche, der Abbrand beschleunigt sich bis zur Explosion. [Die Zeit, 04.05.2005, Nr. 19]
Nach Erkenntnissen der Brandfahnder hat es einen "schnellen Abbrand mit hoher Temperaturentwicklung" gegeben. [Süddeutsche Zeitung, 08.10.1998]
Im Naßlager ist noch Platz für den Abbrand von sieben Jahren, bis dahin könnte die Spezialhalle stehen. [Süddeutsche Zeitung, 17.07.1997]
Ein schwach angereicherter Brennstoff würde aus dem relativ stärker vorhandenen Uran 238 etwas mehr Plutonium 239 in seinem Abbrand enthalten. [Süddeutsche Zeitung, 09.07.1994]
Zitationshilfe
„Abbrand“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Abbrand>.

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