Abenteurer, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Abenteurers · Nominativ Plural: Abenteurer
Aussprache
WorttrennungAben-teu-rer
WortzerlegungAbenteuer-er
Wortbildung mit ›Abenteurer‹ als Erstglied: ↗Abenteurerbuch · ↗Abenteurerfahrt · ↗Abenteurerfilm · ↗Abenteurergeist · ↗Abenteurergeschichte · ↗Abenteurerin · ↗Abenteurerleben · ↗Abenteurerliteratur · ↗Abenteurernatur · ↗Abenteurerpolitik · ↗Abenteurerroman · ↗Abenteurerromantik · ↗Abenteurertum
eWDG, 1967

Bedeutung

auf Abenteuer ausgehender Mensch, Glücksritter
Beispiel:
ein hergelaufener, verwegener, skrupelloser Abenteurer
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Abenteuer · abenteuerlich · abenteuern · Abenteurer
Abenteuer n. ‘erregendes Erlebnis, mutwillig eingegangenes Wagnis, Liebesaffäre’. Mhd. āventiure, ābentiur ‘Begebenheit, gewagtes Beginnen mit ungewissem Ausgang, Schicksal’ wird Ende des 12. Jhs. aus gleichbed. afrz. aventure entlehnt, dem vlat. *adventūra ‘Ereignis, Geschehnis’ vorausgeht. Dies ist eigentlich Plur. Neutr. des substantivierten Part. Fut. von lat. advenīre ‘herankommen, ankommen’, also als das, ‘was sich ereignen wird, das sich Ereignende’ zu erklären. Die Bedeutung ‘Liebesaffäre’ (seit Mitte des 16. Jhs. üblich) klingt vereinzelt schon in mhd. Zeugnissen an. abenteuerlich Adj. ‘voller Abenteuer, außergewöhnlich, gewagt’, mhd. āventiurlich, spätmhd. ābenturlich ‘voll ungewöhnlicher Dinge’. abenteuern Vb. ‘auf Abenteuer ausgehen, Abenteuer suchen’, mhd. āventiuren. Abenteurer m. ‘wer auf Abenteuer ausgeht, Glücksritter’, mhd. (selten) āventiurære ‘wer auf ritterliche Wagnisse auszieht’ (Anfang 13. Jh.), auch ‘Krämer, Wanderhändler, Gaukler, Spielmann, Schausteller’ (Ende 14. bis 16. Jh., vereinzelt bis Anfang 18. Jh.); die neuere Bedeutung ‘Glücksritter’ (18. Jh.) steht unter Einfluß von engl. adventurer, frz. aventurier.

Thesaurus

Synonymgruppe
Abenteurer · ↗Glücksjäger · ↗Glücksritter · ↗Glücksspieler · ↗Hasardeur · ↗Spielernatur  ●  ↗Zocker  derb
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihr Vater - Graf, Sadist und Abenteuerer - hatte sie gequält, eingesperrt und mißbraucht.
Süddeutsche Zeitung, 02.09.1994
Einige hingegen scheinen verirrt und geheimnisvoll wie die Inschriften, die gewisse Männer von Welt und Abenteuerer für immer bei sich tragen, in ihre Haut tätowiert.
Süddeutsche Zeitung, 08.09.1995
Wenn eine wirksame militärische Stärke der Allianz nicht sichergestellt sei, dann werde die Versuchung für Abenteuerer nur vergrößert.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1967]
Zitationshilfe
„Abenteurer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Abenteurer>, abgerufen am 20.05.2019.

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