Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Abhub, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Abhub(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Ab-hub
Grundformabheben
eWDG

Bedeutung

abwertend Abschaum, Auswurf
Beispiele:
der Abhub der Menschheit, der Gesellschaft
hinabstoßen … zum Abhub des Lebens [ St. ZweigAmok250]
veraltet Rest, Abfall (der Speisen)
Beispiel:
wie man dem Bettler wohl / Den Napf mit Abhub an die Schwelle reicht [ Grillp.MedeaII]

Verwendungsbeispiele für ›Abhub‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Lutz Seilers Gedichte sprechen vom Verlorenen, dem Abhub der Geschichte. [Die Zeit, 04.02.2004, Nr. 06]
Hitler verstand sich zumal als konsequenter Verwirklicher von Wagners Regenerationsschriften, diesem wirren Abhub zeitgenössischen Blut‑ und Rassenwahns. [Die Zeit, 11.04.1997, Nr. 16]
Der Abhub der Erscheinungswelt wird fürs erkrankte Bewußtsein zum mundus intelligibilis. [Adorno, Theodor W.: Minima Moralia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1971 [1951], S. 314]
Zitationshilfe
„Abhub“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Abhub>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Abhorchapparat
Abholzung
Abholung
Abholmarkt
Abholfach
Abhängige
Abhängigkeit
Abhängigkeitsbeziehung
Abhängigkeitserkrankung
Abhängigkeitsgefühl