Abschlagszahlung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Abschlagszahlung · Nominativ Plural: Abschlagszahlungen
Nebenform Abschlagzahlung · Substantiv · Genitiv Singular: Abschlagzahlung · Nominativ Plural: Abschlagzahlungen
Aussprache [ˈapʃlaːksˌʦaːlʊŋ] · [ˈapʃlaːkˌʦaːlʊŋ]
Worttrennung Ab-schlags-zah-lung ● Ab-schlag-zah-lung
Wortzerlegung Abschlag Zahlung
ZDL-Vollartikel

Bedeutungen

1.
anteilsmäßige Form der Zahlung für eine teilweise, von einem Auftragnehmer oder Verkäufer erbrachte Leistung
Synonym zu Abschlag (2)
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine anstehende, fällige, einmalige, monatliche Abschlagszahlung
als Akkusativobjekt: eine Abschlagszahlung bekommen, erhalten, leisten
hat Präpositionalgruppe/-objekt: eine Abschlagszahlung in Höhe von [100 Euro]
Beispiele:
Der Unternehmer kann eine Abschlagszahlung »in Höhe des Wertes der von ihm erbrachten und nach dem Vertrag geschuldeten Leistungen verlangen«. [Mittelbayerische, 21.09.2019]
Bei materialintensiven Arbeiten sei es außerdem zunehmend üblich, mit Abschlagszahlungen zu arbeiten[…]. [Leipziger Volkszeitung, 11.08.2015]
Um sich vor einer möglichen Insolvenz des Bauunternehmens […] zu schützen, enthält ein guter Vertrag einen fairen Zahlungsplan, bei dem der Bauherr nicht mehr zahlt, als die Baufirma geleistet hat[…]. Fünf Prozent Abschlagszahlung direkt bei Unterschrift des Vertrages sollte man zurückweisen. [Rhein-Zeitung, 31.12.2010]
Der Gaspreis erhöhte sich von 2005 auf 2006 um ganze 42,41 Prozent. Damit werden saftige Nachzahlungen fällig und die Abschlagzahlung erhöht sich. [Hamburger Abendblatt, 20.10.2007]
Insgesamt 20 Mahnungen musste der Handwerker […] schreiben, weil das Staatshochbauamt Stendal in Sachsen‑Anhalt ein Dutzend Abschlagszahlungen sowie die Schlussrechnung nicht pünktlich bezahlte. [Der Spiegel, 29.12.2001]
2.
im Voraus gezahlter Teil eines größeren, später zu erbringenden Betrags
Kollokationen:
als Akkusativobjekt: eine Abschlagszahlung bekommen, erhalten
Beispiele:
Unternehmen, die besonders unter der Corona‑Krise leiden, können bald mit neuen Überweisungen vom Staat rechnen. Neben den Abschlagszahlungen sind am Freitag auch die regulären Auszahlungen der sogenannten Überbrückungshilfe III angelaufen[…]. [Aachener Zeitung, 13.03.2021]
Die versprochene Hilfe des Bundes für November und Dezember sei zwar eingetroffen, allerdings auch nur als Abschlagzahlung von 50 Prozent. [Neue Westfälische, 25.02.2021]
Insgesamt beantragten 1.031 Betriebe Dürrehilfe. […] 161 Betriebe hatten zudem einen Antrag auf vorzeitige Abschlagszahlung eingereicht. Davon wurden 125 Anträge im Umfang von 2,99 Millionen Euro bewilligt und im Dezember 2018 ausgezahlt. [Hamburger Abendblatt, 22.08.2019]
Das Unternehmen meldete am Dienstag vorläufige Insolvenz an. Die Beschäftigten erhielten zuletzt im November eine Abschlagszahlung auf ihr Gehalt. [Fränkischer Tag, 09.02.2006]
Seit Monaten gibt es keine Löhne und Gehälter, […] hin und wieder Abschlagszahlungen oder Barauszahlungen von Teilbeträgen. [Rhein-Zeitung, 28.06.2001]
Der Arbeitgeber hatte zwar für die Monate Juni, Juli und August 1998 Lohnabrechnungen erstellt, bis auf eine kleine Abschlagszahlung jedoch keinen Lohn ausgezahlt. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.06.1999]

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schlagen · Schläger · Schlägerei · abschlagen · abschlägig · Abschlag(s)zahlung · anschlagen · veranschlagen · Anschlag · Voranschlag · aufschlagen · Aufschlag · ausschlagen · Ausschlag · beschlagen1 · beschlagen2 · Beschlag · einschlagen · einschlägig · entschlagen · nachschlagen · überschlagen · umschlagen · Umschlag · unterschlagen · verschlagen · verschlagen · Verschlag · vorschlagen · Vorschlag · schlagfertig · Schlaglicht · Schlagschatten · Schlagseite · Schlagwort · Schlagzeile · Schlagzeug · Schlager
schlagen Vb. ‘hauen, prügeln, töten, einen Gegner überwinden, besiegen, mit einer heftigen, gezielten Bewegung geräuschvoll einen Gegenstand treffen, sich in einer bestimmten Richtung entwickeln, nach jmdm. geraten’, ahd. slahan (8. Jh.), mhd. slahen, slān, asächs. slahan, mnd. slān, mnl. slaen, nl. slaan, afries. sla, aengl. slēan, anord. slā, schwed. slå, got. slahan (germ. *slahan). Auf grammatischem Wechsel zwischen h und g beruhen Präteritalformen wie ahd. sluog, asächs. aengl. slōg, denen im Nhd. die Präsensformen und der Infinitiv angeglichen werden; s. auch Schlag, Schlegel neben Schlacht und Geschlecht. Außergerm. Vergleichsmöglichkeiten bietet lediglich das Kelt. mit mir. slacc ‘Schwert’, ir. slacaire ‘Schläger’, mir. slachta ‘geschlagen’, ir. slacht ‘gute Erscheinung, von gutem Schlag’, gäl. slachdaim ‘schlage mit dem Hammer’, so daß eine Wurzel ie. *slak- ‘schlagen, hämmern’ angesetzt werden kann. Schläger m. ‘wer schlägt, wer jmdn. tötet’, ahd. irslahāri (8. Jh.), mhd. slaher, frühnhd. totslaher, -slager, -sleger (15. Jh.); auch ‘Raufbold’ (seit 17. Jh.). Schlägerei f. ‘Prügelei’ (wohl 15. Jh.), ‘Duell’ (17. Jh.). abschlagen Vb. ‘mit einem Hieb loslösen, lostrennen, abwehren, ablehnen’, ahd. abaslahan ‘abhauen, abschneiden’ (10. Jh.), mhd. abeslahen, auch ‘abschlachten, in Abzug bringen, vergüten, zurückweisen’; abschlägig Adj. ‘ablehnend’ (15. Jh.); Abschlag(s)zahlung f. ‘erster Teil einer abzugeltenden Summe, Teilzahlung’ (18. Jh.). anschlagen Vb. ‘anstoßen, mit Nägeln anhängen, gut wirken, bellen’, ahd. anaslahan (10. Jh.), mhd. aneslahen ‘an jmdn. oder etw. schlagen, anstoßen, mit Schlägen angreifen, durch Schlagen befestigen, rauben, anstiften, berechnen’; veranschlagen Vb. ‘taxieren’ (19. Jh.); Anschlag m. ‘Bekanntmachung, auf etw. zielender Gedanke, Plan, Vorhaben, Vorbereitung des Schützen zum Abschießen’, auch (seit 15. Jh.) ‘Attentat’, ahd. anaslag ‘Hieb, Stoß, Schlag’ (11. Jh.), spätmhd. aneslac, auch ‘Berechnung’; Voranschlag m. ‘vorläufige Kostenberechnung’ (18. Jh.). aufschlagen Vb. ‘(durch Schlagen) öffnen, aufprallen, auftreffen, einen Preis erhöhen, etw. aufstellen, errichten’, ahd. ūfslahan ‘an etw. schlagen’ (um 900), mhd. ūfslahen, auch ‘errichten, aufschieben, verzögern, anzünden, durch Schlagen öffnen, vorenthalten, den Lohn, Preis erhöhen, im Preis steigen, verzichten’; Aufschlag m. ‘Aufprall, Verteuerung eines Preises, umgeschlagener Teil an Kleidungsstücken’, mhd. ūfslac, auch ‘Aufschub, Verlängerung der Frist, Waffenstillstand’. ausschlagen Vb. ‘Knospen treiben, grün werden, um sich schlagen, durch Schlagen zerstören, mit etw. bedecken, ablehnen’, ahd. ūʒslahan ‘herausbrechen, durch Schlagen zerstören’ (9. Jh.), mhd. ūʒslahen ‘herausschlagen, umhauen, ablehnen, zurückschlagen, ausweisen, verjagen, verbannen, freilassen, zerstören, errichten, nach auswärts schlagen, fliehen’; Ausschlag m. ‘Austrieb der Schweine in die Eichelmast, Herabsinken des Waagebalkens nach der schweren Seite’ (15. Jh.), daher den Ausschlag geben ‘entscheidend sein’ (16. Jh.), ‘Entscheidung, Ergebnis, Erfolg, Ausgang’ (16. Jh.), medizinisch ‘Hautschorf, Erkrankung der Haut’ (17. Jh.), ‘Trieb, Sproß’ (18. Jh.). beschlagen1 Vb. ‘(durch Schlagen) mit etw. versehen, sich überziehen, anlaufen’, ahd. bislahan ‘behauen, tüchtig schlagen, fest-, niederschlagen’ (8. Jh.), mhd. beslahen ‘auf etw. schlagen, schlagend bedecken, mit Beschlag belegen, schlagend auf, an etw. befestigen, umschlagen, umschließen’; ein Pferd beschlagen ‘mit Hufeisen versehen’; beschlagen2 Part.adj. ‘gut versehen sein, bewandert in einer Sache, voller Kenntnisse’ (16. Jh.), eigentlich ‘durch (Metall)beschlag fest und dauerhaft’; Beschlag m. ‘Metallstück als Schutz oder Verzierung, Überzug, Hauch’ (15. Jh.), in Beschlag nehmen (17. Jh.), Beschlag auf etw. legen (18. Jh.), mit Beschlag belegen (19. Jh.) ‘etw. oder jmdn. für sich beanspruchen’. einschlagen Vb. ‘hineinschlagen, durch Schlagen zertrümmern, einwickeln, sich in eine bestimmte Richtung erfolgreich entwickeln, gedeihen’ (15. Jh.); einschlägig Adj. ‘in Betracht kommend’ (Ende 18. Jh.). entschlagen Vb. ‘(sich von einer Sache) frei-, losmachen, verzichten’, mhd. entslahen ‘freimachen, aufheben’. nachschlagen Vb. ‘ähnlich werden, nacharten’ (16. Jh.; vgl. mhd. slahen nāch), ‘in einem Buche suchen und nachlesen’ (17. Jh.). überschlagen Vb. ‘ungefähr berechnen, übereinanderlegen (die Beine)’, reflexiv ‘sich überkugeln’, ahd. ubarslahan ‘herausgehen, sich entfernen, vorzüglich sein, übertreffen’ (um 1000), mhd. überslahen ‘schlagend überziehen, beschlagen, überwältigen, besiegen, in Kürze sagen, erzählen, auslassen, ungefähr berechnen, schätzen, überlegen’. umschlagen Vb. ‘umlegen, umbiegen, zu Boden schlagen, ringsum bedecken, sich ändern (vom Wetter)’, mhd. umbeslahen ‘umgeben, -fassen, -zingeln, niederschlagen, Umschweife machen, sich verbreiten’; Umschlag m. ‘Hülle, Umhüllung, Änderung, umgeschlagener Rand’, auch (seit 17. Jh.) als medizinische Heilpackung, kaufmännisch ‘Umsatz, Vertrieb von Waren’ (16. Jh., nach mnd. ummeslach), mhd. umbeslac ‘Umhüllung, Wendung, Umkehr, Ausflucht’. unterschlagen Vb. ‘unrechtmäßig zurückbehalten, veruntreuen, verheimlichen’, mhd. underslahen ‘beiseite legen, abseits setzen, verbergen, aufgeben, niederschlagen, unterdrücken, überwinden, übertreffen’. verschlagen Vb. ‘mit Brettern abteilen, schließen, versehentlich umblättern, durch widrige Umstände an einen ungewollten Ort gelangen (lassen)’, ahd. firslahan ‘erschlagen, töten, verschließen’ (8. Jh.), mhd. verslahen ‘zerschlagen, verwunden, töten, abhauen, auseinanderschlagen, vertreiben, zurückweisen, wegnehmen, beschmutzen, durch Verschlag absperren’, reflexiv ‘sich verstecken, beschmutzen, entfernen’; verschlagen Part.adj. ‘listig, undurchsichtig, durchtrieben’ (15. Jh.), eigentlich ‘seine Pläne nicht bekanntgebend, versteckend, zurückhaltend’; Verschlag m. ‘durch Bretter(wände) abgetrennter Raum, abtrennende Bretterwand’ (18. Jh.). vorschlagen Vb. ‘einen Plan vorlegen, einen Rat geben und zur Erwägung anbieten’, ahd. furislahan ‘vorher-, vorwegnehmen’ (8. Jh.), mhd. vürslahen ‘treiben, im Übergewicht sein, veranschlagen, rechnen’; Vorschlag m. ‘zu erwägender Rat, Plan, Lehrsatz’ (16. Jh.), mhd. vürslac ‘erster Schlag, Befestigung, einschließende Belagerung, Berechnung als Vorlage’. schlagfertig Adj. ‘bereit zum Losschlagen’ (18. Jh.), ‘um keine Antwort verlegen, witzig’ (19. Jh.). Schlaglicht n. ‘heller Lichtstrahl zum Hervorheben eines einzelnen Gegenstandes’ (18. Jh.), häufig in der Malerei. Schlagschatten m. ‘von einer Person oder einem Gegenstand geworfener, scharf umrissener Schatten’ (18. Jh.). Schlagseite f. ‘Schräglage (eines Schiffs)’ (17. Jh.). Schlagwort n. ‘(schmerzlich) treffendes Wort, prägnanter Ausdruck zur Kennzeichnung einer Zeiterscheinung, Bühnenstichwort’ (18. Jh.), im Bibliothekswesen ‘Stichwort, Kennwort’. Schlagzeile f. ‘hervorgehobene, deutlich gemachte Überschrift’ (um 1880). Schlagzeug n. ‘Ensemble von Schlaginstrumenten’ (20. Jh.); zuvor ‘Geräte zum Einschlagen bzw. zum Beschlagen von Bauteilen’ (16. Jh.). Schlager m. ‘aktuelle, beim Publikum ein- bzw. durchschlagende Musiknummer’, aufgekommen (1881) als Ausdruck der Musikkritik, durch die Tagespresse verbreitet; dann auf andere besonders aktuelle und wirkungsvolle Erscheinungen (Buch, Theaterstück, eine reißend abgehende Ware) übertragen.

Thesaurus

Synonymgruppe
Abschlagszahlung · Akontozahlung · Anzahlung · Zahlung a conto  ●  Akonto  österr., schweiz.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Abschlagszahlung · Abzahlung  ●  Ratenzahlung  Hauptform · Teilzahlung  Hauptform · Abschlag  fachspr., veraltend
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Raten zahlen · abbezahlen · abstottern · auf Raten kaufen  ●  auf Keif(e)  ugs., ruhrdt., westfälisch · auf Pump kaufen  ugs.
Synonymgruppe
Abschlagszahlung · Lohnabschlag · Lohnabschlagszahlung · Lohnvorauszahlung · Vorschuss
Synonymgruppe
Abschlag · Abschlagszahlung · Vorauszahlung · Vorschuss
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Abschlagszahlung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Abschlagszahlung‹.

Zitationshilfe
„Abschlagszahlung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Abschlagszahlung>.

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