Absehen, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Absehens · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungAb-se-hen
Grundformabsehen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
gehoben Voraussicht
Beispiel:
eine Vortragsreise, die mich diesmal, allem Absehen nach ... nach Österreich führen wird [RilkeBriefe25]
2.
landschaftlich Absicht
Beispiele:
sein Absehen auf etw. haben, richten (= etw. beabsichtigen)
des reichen Tobias Absehen auf eine arme Braut [Anzengr.4,128]
auf die Mädchen ... ging sein Absehn nicht [MörikeNolten2,306]

Typische Verbindungen zu ›Absehen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Strafe Strafverfolgung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Absehen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Absehen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und gewiß war und ist das Absehen leichter in diesem Land.
Die Zeit, 12.03.1982, Nr. 11
Absehen läßt sich damit bereits heute, daß der Leerstand in der Stadt zunehmen wird.
Süddeutsche Zeitung, 22.10.1994
Aber im ethischen Wagnis darf es doch nur sein Absehen sein, Gottes Willen zu erfüllen.
Lau, F.: Gesetz. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 16083
In Lockes großem Werk ist dies von vornherein das eigentliche Absehen.
Husserl, Edmund: Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie, Hamburg: Meiner 1996 [1936], S. 86
Es mußte eine wesentliche Entdeckung sein, wie man Emotionen für sich selbst erzeugen konnte, unter Absehen von gewissen herrschenden biologischen Bedürfnissen.
Gehlen, Arnold: Urmensch und Spätkultur, Bonn: Athenäum 1956, S. 255
Zitationshilfe
„Absehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Absehen>, abgerufen am 26.02.2020.

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