Absorption, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Absorption · Nominativ Plural: Absorptionen
Aussprache 
Worttrennung Ab-sorp-ti-on
Wortbildung  mit ›Absorption‹ als Erstglied: Absorptionsgewebe · Absorptionskältemaschine · Absorptionswärme · absorptionsfähig
Herkunft aus absorptiospätlat ‘das Verschlingen, Gefräßigkeit’ < absorbērelat ‘hinunterschlürfen, verschlingen, aufsaugen’
eWDG

Bedeutung

das Aufsaugen
Beispiele:
die Absorption von Licht und Wärme, von Gas
die Absorption der Radiostrahlung
die Absorption von Luftkohlensäure und Wasser durch pflanzliche Gewebe und Zellen (= die Aufnahme von Luftkohlensäure und Wasser durch pflanzliche Gewebe und Zellen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

absorbieren · Absorption
absorbieren Vb. ‘auf-, einsaugen, aufzehren’, entlehnt (2. Hälfte 17. Jh.) aus lat. absorbēre ‘hinunterschlürfen, verschlingen, aufsaugen’ (vgl. lat. sorbēre, sorbere ‘zu sich nehmen, hinunterschlucken, schlürfen’). absorbieren findet sich zuerst im naturwissenschaftlichen Bereich, besonders in der medizinischen Fachsprache, seit der 2. Hälfte des 18. Jhs. auch allgemeinsprachlich im Sinne von ‘voll in Anspruch nehmen, auslasten’. Absorption f. ‘Auf-, Einsaugung, Aufzehrung’ (2. Hälfte 18. Jh.), ‘Inanspruchnahme’ (um 1800), den Verwendungen des Verbs folgend im Anschluß an spätlat. absorptio (Genitiv absorptiōnis) ‘das Verschlingen, Gefräßigkeit’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Absorption · Aufsaugen · Aufsaugung · Einsaugung

Typische Verbindungen zu ›Absorption‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Absorption‹.

Verwendungsbeispiele für ›Absorption‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Psychologische Leere ist selber erst das Ergebnis der falschen gesellschaftlichen Absorption. [Adorno, Theodor W.: Minima Moralia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1971 [1951], S. 175]
Das untersuchte Material kann dann über seine charakteristische Absorption identifiziert werden. [C't, 1999, Nr. 12]
Allein bei ihm ist Absorption mehr als eine an eine innerbildliche Person gebundene Vorgabe, vielmehr eine Qualität der Malerei selbst. [Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 140]
Dann aber ist der Schritt nicht mehr weit zu einer völligen Absorption des Rechts in die Macht. [Gigon, Olof: Das hellenische Erbe. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 8088]
Brand nutzt die Strahlen jedoch vornehmlich zur Analyse von Gasen, denn diese verraten sich ebenfalls durch charakteristische Absorptionen. [Die Zeit, 09.10.1995, Nr. 41]
Zitationshilfe
„Absorption“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Absorption>.

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