Absud, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Absud(e)s · Nominativ Plural: Absude
Aussprache
WorttrennungAb-sud
Wortzerlegungab-Sud
Wortbildung mit ›Absud‹ als Letztglied: ↗Kräuterabsud · ↗Seifenabsud
eWDG, 1967

Bedeutung

veraltend durch Auskochen bereitete Lösung, Abkochung
Beispiele:
ein Absud von Kräutern
um den schalen Absud kurzerhand als ›Tee‹ zu bezeichnen [WerfelMusa Dagh343]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sud · Absud
Sud m. ‘das Sieden, dadurch entstandene zurückbleibende Brühe, Extrakt’, mhd. sut ‘das Sieden, Kochen, das Gekochte, Gebraute’, aengl. (ge)sod ‘das Kochen’, syde ‘das Gekochte, Brühe’, anord. soð ‘Gekochtes’ sind Bildungen zu dem unter ↗sieden (s. d.) angegebenen ie. *seut-, zu dem auch die unter ↗Sodbrennen (s. d.) verzeichneten Formen gehören. Geläufig ist Sud seit dem 15. Jh., anfänglich auch mit Umlaut Süd (15./16. Jh.). Absud m. ‘durch Sieden gewonnener Extrakt’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Absud · ↗Aufguss · ↗Auszug · ↗Dekokt · ↗Destillat · ↗Essenz · ↗Extrakt · ↗Infus · ↗Konzentrat · ↗Mazerat · ↗Perkolat · ↗Sud · ↗Tinktur
Unterbegriffe
  • Ayahuasca · Cipó · Daime · Hoasca · Natem · Yagé · Yajé

Typische Verbindungen
computergeneriert

trinken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Absud‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Täglich muß sie auch einen bräunlichen Absud aus chinesischen Heilkräutern trinken.
Süddeutsche Zeitung, 31.12.1997
Mit diesem Absud wäscht man alle 2 Stunden während des Tages die Flechtenstelle gut aus.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 929
Sie löffeln sich bei Kerzenschein durchs Krabbensüppchen, und anderntags sieht man sie wieder in den Dünen, den Tod, den bläulichen Absud, schon unterm Gaumen.
Die Zeit, 01.12.1997, Nr. 48
Danach wird der Absud durch ein Sieb in die Schmierseifenlösung gegeben und vermischt.
Böttner, Johannes: Gartenbuch für Anfänger, Frankfurt (Oder) u. a.: Trowitsch & Sohn 1944 [1895], S. 317
Denn nicht die freie Natur ist die Domäne des geradezu krankhaft naturfernen Komponisten Tschaikowsky, sondern der kränkliche Absud einer durch die frühe Moderne geschändeten Seele.
Süddeutsche Zeitung, 23.05.2001
Zitationshilfe
„Absud“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Absud>, abgerufen am 06.12.2019.

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