Abzeichen, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Abzeichens · Nominativ Plural: Abzeichen
WorttrennungAb-zei-chen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Abzeichen‹ als Letztglied: ↗Aktivistenabzeichen · ↗Dienstabzeichen · ↗Dienstgradabzeichen · ↗Hoheitsabzeichen · ↗Parteiabzeichen · ↗Pionierabzeichen · ↗Rangabzeichen · ↗Schießabzeichen · ↗Schützenabzeichen · ↗Sportabzeichen · ↗Turnerabzeichen · ↗Vereinsabzeichen · ↗Verwundetenabzeichen
eWDG, 1967

Bedeutung

Kennzeichen
a)
Plakette, Ehrenzeichen
Beispiele:
ein Abzeichen erwerben, anstecken, tragen, verleihen
das Abzeichen in Bronze, Silber, Gold
das Abzeichen des Vereins
der Träger des Abzeichens
b)
Merkmal
Beispiele:
Die Lakaien trugen rote Strümpfe, ein Abzeichen, das dem königlichen Haushalt vorbehalten war [Feuchtw.Goya56]
er trug auch die Abzeichen der Abtswürde [HesseNarziß5,268]
c)
Farbfleck bei Tieren, Haustieren
Beispiele:
ein graues Fell mit schwarzen Abzeichen
Auf der Stirn hatte er [der Hund] ein Abzeichen, einen weißen Strich [Ebner-Eschenb.Krambambuli2,158]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zeichen · Abzeichen · Anzeichen · Vorzeichen
Zeichen n. ‘sinnlich wahrnehmbarer Hinweis, Symptom, Symbol’, ahd. zeihhan (8. Jh.), mhd. zeichen ‘Merkmal, Sinnbild, Sternbild, Vorzeichen, Symbol, Wunder’, asächs. tēkan, mnd. tēken, mnl. tēken, teiken, nl. teken ‘Zeichen’, aengl. tāc(e)n ‘Zeichen, Wunder, Beweis, Banner’, engl. token ‘(An)zeichen, Symbol, Signal’, anord. teikn, schwed. tecken ‘Zeichen’, got. taikn n., taikns f. ‘Zeichen, Wunder’ führen auf germ. *taikna- (bzw. *taikni- für got. taikns f.). Dies ist anschließbar an ie. *doig̑-, Ablautstufe neben *deig̑-, eine Variante der unter ↗zeihen (s. d.) angeführten Wurzel ie. *deik̑- ‘zeigen’. Abzeichen n. ‘Kennzeichen, Unterscheidungsmerkmal’, spätmhd. abezeichen; ‘Anstecknadel als Kennzeichen der Zugehörigkeit zu einer Organisation’ (Anfang 20. Jh.). Anzeichen n. ‘Ankündigung, Vorzeichen, erster Hinweis, Symptom’ (Anfang 16. Jh.). Vorzeichen n. ‘auf Künftiges weisendes Zeichen, Omen’, ahd. forazeihhan ‘Anzeichen, Vorankündigung’ (8. Jh.), mhd. vorzeichen ‘Vorzeichen, -bild, Sinnbild’; auch ‘vorangestelltes Zeichen’, in der Mathematik zur Kennzeichnung einer positiven oder negativen Zahl, in der Musik zur Angabe der Erhöhung oder Erniedrigung um einen oder zwei Halbtöne bzw. deren Aufhebung, ‘Versetzungszeichen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Abzeichen · ↗Emblem · Insigne · ↗Medaille · ↗Plakette
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abzeichen Armbinde Aufkleber Ausweis Berufsbezeichnung Emblem Fahne Grußform Hakenkreuz Knopfloch Kragen Orden Revers Trage Tragen Uniform Uniformstück Uniformteil Urkunde Wimpel anheften bronzen gestickt heften prangen silbern verboten verfassungsfeindlich verfassungswidrig Ärmel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Abzeichen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sieben Abzeichen mehr hätten es noch sein können, schimpfte sie oft.
Der Tagesspiegel, 23.01.2004
Außerdem sollten die Abzeichen stärker an die Symbole der UCK erinnern.
Süddeutsche Zeitung, 20.09.1999
Allerliebst schauen die schneeweißen Lämmer mit ihren schwarzen Abzeichen aus.
Dathe, Heinrich: Wegweiser durch den Tierpark, Berlin: OV 1976, S. 79
Formen von Darstellung sind auch die Symbole, auch die Abzeichen.
Gadamer, Hans-Georg: Wahrheit und Methode, Tübingen: Mohr 1960, S. 136
Einige Männer standen darin in Zivil, andere in Uniformen ohne Abzeichen.
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1930], S. 607
Zitationshilfe
„Abzeichen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Abzeichen>, abgerufen am 21.04.2019.

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