Abzeichen, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Abzeichens · Nominativ Plural: Abzeichen
Aussprache 
Worttrennung Ab-zei-chen
formal verwandt mitZeichen
eWDG

Bedeutung

Kennzeichen
a)
Plakette, Ehrenzeichen
Beispiele:
ein Abzeichen erwerben, anstecken, tragen, verleihen
das Abzeichen in Bronze, Silber, Gold
das Abzeichen des Vereins
der Träger des Abzeichens
b)
Merkmal
Beispiele:
Die Lakaien trugen rote Strümpfe, ein Abzeichen, das dem königlichen Haushalt vorbehalten war [ Feuchtw.Goya56]
er trug auch die Abzeichen der Abtswürde [ HesseNarziß5,268]
c)
Farbfleck bei Tieren, Haustieren
Beispiele:
ein graues Fell mit schwarzen Abzeichen
Auf der Stirn hatte er [der Hund] ein Abzeichen, einen weißen Strich [ Ebner-Eschenb.Krambambuli2,158]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Zeichen · Abzeichen · Anzeichen · Vorzeichen
Zeichen n. ‘sinnlich wahrnehmbarer Hinweis, Symptom, Symbol’, ahd. zeihhan (8. Jh.), mhd. zeichen ‘Merkmal, Sinnbild, Sternbild, Vorzeichen, Symbol, Wunder’, asächs. tēkan, mnd. tēken, mnl. tēken, teiken, nl. teken ‘Zeichen’, aengl. tāc(e)n ‘Zeichen, Wunder, Beweis, Banner’, engl. token ‘(An)zeichen, Symbol, Signal’, anord. teikn, schwed. tecken ‘Zeichen’, got. taikn n., taikns f. ‘Zeichen, Wunder’ führen auf germ. *taikna- (bzw. *taikni- für got. taikns f.). Dies ist anschließbar an ie. *doig̑-, Ablautstufe neben *deig̑-, eine Variante der unter zeihen (s. d.) angeführten Wurzel ie. *deik̑- ‘zeigen’. Abzeichen n. ‘Kennzeichen, Unterscheidungsmerkmal’, spätmhd. abezeichen; ‘Anstecknadel als Kennzeichen der Zugehörigkeit zu einer Organisation’ (Anfang 20. Jh.). Anzeichen n. ‘Ankündigung, Vorzeichen, erster Hinweis, Symptom’ (Anfang 16. Jh.). Vorzeichen n. ‘auf Künftiges weisendes Zeichen, Omen’, ahd. forazeihhan ‘Anzeichen, Vorankündigung’ (8. Jh.), mhd. vorzeichen ‘Vorzeichen, -bild, Sinnbild’; auch ‘vorangestelltes Zeichen’, in der Mathematik zur Kennzeichnung einer positiven oder negativen Zahl, in der Musik zur Angabe der Erhöhung oder Erniedrigung um einen oder zwei Halbtöne bzw. deren Aufhebung, ‘Versetzungszeichen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Abzeichen · Emblem · Insigne · Medaille · Plakette
Oberbegriffe
  • Siegesmal · Siegeszeichen · Trophäe

Typische Verbindungen zu ›Abzeichen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Abzeichen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Abzeichen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Formen von Darstellung sind auch die Symbole, auch die Abzeichen. [Gadamer, Hans-Georg: Wahrheit und Methode, Tübingen: Mohr 1960, S. 136]
In der letzten Zeit sind sie plötzlich mit allen möglichen Abzeichen in den amerikanischen Farben herumgelaufen. [Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 02.03.1915]
Allerliebst schauen die schneeweißen Lämmer mit ihren schwarzen Abzeichen aus. [Dathe, Heinrich: Wegweiser durch den Tierpark, Berlin: OV 1976, S. 79]
Einige Männer standen darin in Zivil, andere in Uniformen ohne Abzeichen. [Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1930], S. 607]
Das ist auf die Schönheit zurückzuführen, verstehst du, auf die Schönheit des Abzeichens. [konkret, 1982]
Zitationshilfe
„Abzeichen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Abzeichen>.

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