Ach

Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Ausruf, mit dem jmd. Betroffenheit, Bedauern, Verwunderung o. Ä. ausdrückt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ach · Ach1 · ächzen
ach Interjektion Ausdruck unterschiedlicher Empfindungen (Betroffenheit, Verwunderung, Bedauern, Klage), ahd. ah (10. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. ach, schwed. ack, dän. ak. Zu vergleichen sind außergerm. Formen wie aind. ahō, lat. ā, āh, aha, lit. àk, russ. ach, och (ах, ох), poln. ach, och, ohne daß etymologische Verwandtschaft angenommen werden muß. Dazu die Substantivierung Ach1 n. ‘Klage, Leid, Weh’, mhd. ach; besonders in den Verbindungen Weh und Ach (mhd. ach unde wē, 12. Jh.), Ach und Krach (16. Jh.), mit Ach und Krach ‘mit Mühe und Not, gerade noch’ (18. Jh.). ächzen Vb. ‘stöhnen, seufzen, (weh)klagen’ steht intensiv und iterativ (den Suffixbildungen auf ahd. -az(z)en, -ezen, -izen folgend) zu ach, eigentlich ‘vielmals ach sagen’, mhd. ach(z)en, echzen. Vgl. ahd. ahhizōt n. ‘das Ächzen’ (Hs. 12. Jh.), ferner ähnliche Ableitungen wie russ. áchat’, óchat’ (ахать, охать), griech. aiázein (αἰάζειν, zur Interjektion αἴ) ‘ächzen’.

Ach2 · Ache
Ach2, Ache f. ‘fließendes Gewässer’, ahd. (8. Jh.) asächs. aha, mhd. ahe, s. ↗Aue.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Krach Weh Wehe kurieren schreien

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ach‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ach wie gut, dass keiner weiß, dass nur der Kopf des Kanzlers echt ist.
Die Welt, 16.05.2002
Ach ja, und wenn du kochst, dann bitte für alle.
Der Tagesspiegel, 18.08.2001
Ach nein, sagte die Frau, da sei kein Platz mehr für sie.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 800
Ach wie gerne wäre ich hingerannt, ihnen ein Bündel Heu hinauszuwerfen.
Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054
Mit Ach und Krach wurstelten wir uns jeden Monat so durch.
Schulze, Ingo: Simple Storys, Berlin: Berlin-Verl. 1998, S. 189
Zitationshilfe
„Ach“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ach#1>, abgerufen am 21.11.2019.

Weitere Informationen …

Ach, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
EtymWB (Verweisartikel), 2015

Bedeutung

Synonym zu Ache
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ach · Ach1 · ächzen
ach Interjektion Ausdruck unterschiedlicher Empfindungen (Betroffenheit, Verwunderung, Bedauern, Klage), ahd. ah (10. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. ach, schwed. ack, dän. ak. Zu vergleichen sind außergerm. Formen wie aind. ahō, lat. ā, āh, aha, lit. àk, russ. ach, och (ах, ох), poln. ach, och, ohne daß etymologische Verwandtschaft angenommen werden muß. Dazu die Substantivierung Ach1 n. ‘Klage, Leid, Weh’, mhd. ach; besonders in den Verbindungen Weh und Ach (mhd. ach unde wē, 12. Jh.), Ach und Krach (16. Jh.), mit Ach und Krach ‘mit Mühe und Not, gerade noch’ (18. Jh.). ächzen Vb. ‘stöhnen, seufzen, (weh)klagen’ steht intensiv und iterativ (den Suffixbildungen auf ahd. -az(z)en, -ezen, -izen folgend) zu ach, eigentlich ‘vielmals ach sagen’, mhd. ach(z)en, echzen. Vgl. ahd. ahhizōt n. ‘das Ächzen’ (Hs. 12. Jh.), ferner ähnliche Ableitungen wie russ. áchat’, óchat’ (ахать, охать), griech. aiázein (αἰάζειν, zur Interjektion αἴ) ‘ächzen’.

Ach2 · Ache
Ach2, Ache f. ‘fließendes Gewässer’, ahd. (8. Jh.) asächs. aha, mhd. ahe, s. ↗Aue.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Krach Weh Wehe kurieren schreien

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ach‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ach wie gut, dass keiner weiß, dass nur der Kopf des Kanzlers echt ist.
Die Welt, 16.05.2002
Ach ja, und wenn du kochst, dann bitte für alle.
Der Tagesspiegel, 18.08.2001
Ach nein, sagte die Frau, da sei kein Platz mehr für sie.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 800
Ach wie gerne wäre ich hingerannt, ihnen ein Bündel Heu hinauszuwerfen.
Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054
Mit Ach und Krach wurstelten wir uns jeden Monat so durch.
Schulze, Ingo: Simple Storys, Berlin: Berlin-Verl. 1998, S. 189
Zitationshilfe
„Ach“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ach#2>, abgerufen am 21.11.2019.

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