Adressbuch, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungAd-ress-buch
WortzerlegungAdresseBuch
Ungültige SchreibungAdreßbuch
Rechtschreibregeln§ 2
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

als Buch gedrucktes, alphabetisches Verzeichnis der Adressen der Einwohner, Firmen, Behörden u. Ä., einer Stadt oder eines größeren Gebiets
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Adresse · adressieren · Adressat · Adreßbuch
Adresse f. ‘Anschrift, Wohnungsangabe’, bis ins 18. Jh. auch, dem Frz. entsprechend, ‘Zugang, Gelegenheit’ und ‘Geschicklichkeit’, Entlehnung (17. Jh.) von gleichbed. frz. adresse, afrz. adrece ‘Richtung, Richtweg, richtige Gelegenheit’, gebildet zu afrz. adrecier (s. unten). Die Bedeutung ‘schriftliche Willensbekundung, offizielles, feierliches Schreiben’ (im Dt. um 1700 aufkommend, später vor allem ‘Glückwunsch-, Grußschreiben’) stammt aus der engl. Parlamentssprache, vgl. engl. address ‘Bittschrift des Parlaments an den König’ (nach frz. adresse im früh veralteten Sinne von ‘Anrede, Hinwendung’). Unter engl. Einfluß begegnet im Dt. anfangs die Schreibung Address(e) auch in den anderen Verwendungen des Wortes. adressieren Vb. ‘mit einer Anschrift versehen, an jmdn. richten’ (Ende 16. Jh.), nach gleichbed. mfrz. frz. adresser, afrz. adrecier ‘in eine Richtung, in Ordnung bringen, ausführen, ausstatten, zurechtweisen, helfen’, aus vlat. *addīrēctiāre ‘in gerade Richtung bringen, ausrichten’, einer Ableitung von lat. dīrēctus ‘geradegerichtet’, dem Part. Perf. von dīrigere ‘geraderichten, hinlenken’ (s. ↗dirigieren). Adressat m. ‘Empfänger einer Sendung’ (2. Hälfte 18. Jh.). Adreßbuch n. ‘Anschriften-, Auskunftsbuch’ (2. Hälfte 18. Jh., zuvor Adreßkalender, Anfang 18. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufgabenliste Benutzer Buchhandel E-Mail E-Mail-Adresse E-Mail-Programm Eintrag Empfänger Import Kalender Notizblock Nutzer Outlook Rechner Server Smartphone Taschenrechner Telefonnummer Terminkalender Terminplaner Zugriff blättern eintragen elektronisch heraussuchen importieren integriert speichern verschicken versenden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Adressbuch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Allerdings ist die Funktion auch kontextbezogen, im Adressbuch lassen sich damit etwa Namen filtern.
Die Zeit, 12.04.2010, Nr. 15
Das Globale Adreßbuch kann man in Outlook Express überhaupt nicht einsetzen, und es läßt sich folglich auch nicht importieren.
C't, 1999, Nr. 2
Schwerfällig verschanzt er sich hinter einem mächtigen Schreibtisch und blättert umständlich in einem kirchlichen Adreßbuch.
Wallraff, Günter: Ganz unten, Berlin: Aufbau-Verl.1986 [1985], S. 49
Vorläufig flucht er weiter in seinem Zimmer, raschelt mit dem Adreßbuch und erscheint wieder in der Tür, diesmal in voller Figur.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 1, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 198
Identitätsdeklarationen für Variablenbezeichnungen werden durch das Adreßbuch ersetzt, nämlich durch eine Liste von Paarungen von symbolischen Adressen und echten Adressen.
Bauer, Friedrich L. u. Goos, Gerhard: Informatik, Berlin: Springer 1971, S. 155
Zitationshilfe
„Adressbuch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Adressbuch>, abgerufen am 22.04.2019.

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