Adverb, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Adverbs · Nominativ Plural 1: Adverbien · Nominativ Plural 2 (seltener): Adverben
Aussprache
WorttrennungAd-verb
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Adverb‹ als Erstglied: ↗adverbiell  ·  mit ›Adverb‹ als Letztglied: ↗Modaladverb
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2016

Bedeutung

Sprachwissenschaft (unflektierbares) Wort, das ein im Satz genanntes Verb, ein Substantiv, ein Adjektiv oder ein anderes Adverb seinem Umstand (1) nach näher bestimmt; Umstandswort
Beispiele:
Als ich gemustert wurde, tuschelte die Musterungskommission, und die deutsche Sprache ist so beschaffen, daß tuscheln gern mit dem Adverb bedeutsam gebraucht wird. [Brussig, Thomas: Helden wie wir, Berlin: Verl. Volk und Welt 1996 [1995], S. 108]
Der Titel von Köhlmeiers lyrischem Einstand hat die Funktion eines Leitmotivs: Der Liebhaber »lebt noch in der Ruhe der fallenden Tropfen« und »der Ruhe der Amseln«. Das Adverb »noch« deutet auf das Ende einer ländlichen Idylle hin. [Neue Zürcher Zeitung, 09.04.2013]
Um den Aspekt im Deutschen auszudrücken, benötigt man Adverben oder Adjektive wie "immer noch" oder "plötzlich". [Süddeutsche Zeitung, 31.12.2002]
Der Vergleich kann durch quantifizierende Adverbien, durch Adverbien des Grades und durch spezielle Adjektive weiter präzisiert werden (z. B. »einen etwas höheren Umsatz«, »einen wesentlich höheren Gewinn«, »eine weniger lange Laufzeit«). [Hauschildt, Jürgen: Entscheidungsziele, Tübingen: Mohr 1977, S. 285]
Dabei lehrte sie die Kinder, solche Konjunktionen und Adverbien zu verwenden, durch die die räumlich-zeitliche Ordnung der Wirklichkeit widergespiegelt werden kann. [Brumme, Gertrud-Marie: Muttersprache im Kindergarten, Berlin: Volk u. Wissen 1981 [1966], S. 120]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Adverb · Adverbium · adverbial
Adverb Adverbium n. ‘Umstandswort’, das Verben, Adjektive oder Adverbien näher bestimmt, Entlehnung von gleichbed. lat. adverbium, einer mit lat. ad ‘zu’ zusammengesetzten Ableitung von lat. verbum ‘Wort, Ausdruck, Verb’, also eigentlich ‘das zu einem Verb gehörige Wort’, entsprechend griech. epírrhēma (ἐπίρρημα) ‘Adverb’, wörtlich ‘das Dazugesprochene’, vgl. griech. rhḗma (ῥῆμα) ‘das Gesagte, Wort’ und s. ↗epi-. Adverbium (Plur. Adverbia) ist im Dt. seit dem 16. Jh. bezeugt und wird im 17. Jh. übersetzt mit Beiwort, Zuwort. Die Eindeutschung Adverb, Plur. Adverbien, kommt Anfang des 18. Jhs. auf, setzt sich aber erst in jüngster Zeit durch. adverbial Adj. ‘umstandswörtlich, zum Adverb gehörig’ (19. Jh.), älter adverbialisch (Ende 17. Jh. bis Mitte 19. Jh.), aus gleichbed. lat. adverbiālis.

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Adverb · Nebenwort · ↗Umstandswort
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Adjektiv Erzählfolge Konjunktion Pronomen Präposition Substantiv Tageszeit Unterschied Verb

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Adverb‹.

Zitationshilfe
„Adverb“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Adverb>, abgerufen am 21.11.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Adventzeit
Adventszeit
Adventsstimmung
Adventsstern
Adventsspiel
adverbal
Adverbial
Adverbialadjektiv
Adverbialbestimmung
Adverbiale