Affinität, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Affinität · Nominativ Plural: Affinitäten
Aussprache
WorttrennungAf-fi-ni-tät
HerkunftLatein
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Wesensverwandtschaft, Ähnlichkeit u. dadurch bedingte Anziehung
2.
a)
Chemie Neigung von Atomen oder Atomgruppen, sich miteinander zu vereinigen bzw. sich umzusetzen
b)
Geometrie affine Abbildung
c)
Gartenbau Zueinanderpassen von Edelreis u. Unterlage beim Pfropfen
d)
Textilwesen Aufnahmevermögen eines Faserstoffs für Farbstoffe u. Ausrüstungsmittel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Affinität f. ‘Neigung chemischer Stoffe, sich miteinander zu vereinigen’ (17. Jh.), ‘Wesensverwandtschaft, Ähnlichkeit und dadurch bedingte Anziehung’ (18. Jh.), entlehnt aus lat. affīnitas (Genitiv affīnitātis) ‘Verwandtschaft, Verbindung, Zusammenhang’ bzw. aus darauf beruhendem frz. affinité.

Thesaurus

Synonymgruppe
Affinität · ↗Anziehung · ↗Begierde · ↗Geneigtheit · ↗Hang · ↗Lust · ↗Neigung · ↗Tendenz · ↗Verlangen
Synonymgruppe
Affinität · ↗Anklang · ↗Reminiszenz
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Affinität · ↗Schwägerschaft

Typische Verbindungen
computergeneriert

Faschismus Gedankengut Judentum Nationalsozialismus Sujet ausgeprägt besitzen besonder chemisch eigentümlich faschistisch gewiss hegen ideologisch inner innig leugnen merkwürdig nachsagen natürlich spezifisch stark stilistisch strukturell thematisch ungebrochen unverkennbar unübersehbar verleugnen verspüren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Affinität‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alle drei haben sie eine starke Affinität zur deutschen Sprache.
Der Tagesspiegel, 15.09.2003
Aber das eigentliche Ziel, die Bildung von Affinitäten, lässt sich so nicht erreichen.
C't, 2001, Nr. 20
Kohlenstoff hat jedoch gegenüber Chrom eine höhere Affinität als Eisen.
Menges, Georg u. Mohren, Paul: Anleitung für den Bau von Spritzgießwerkzeugen, München: Hanser 1974, S. 3
Die Erfüllung der Verfolgungsphantasien rührt her von ihrer Affinität zum blutigen Wesen.
Adorno, Theodor W.: Minima Moralia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1971 [1951], S. 206
In Wahrheit hatte sie wohl mehr Affinitäten mit ihrem Vater.
Kolb, Annette: Die Schaukel, Frankfurt a. M.: Fischer 1960 [1934], S. 135
Zitationshilfe
„Affinität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Affinität>, abgerufen am 17.10.2019.

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