Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Agonist, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Agonisten · Nominativ Plural: Agonisten
Worttrennung Ago-nist
Wortbildung  mit ›Agonist‹ als Letztglied: Antagonist · Deuteragonist · Protagonist
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Teilnehmer an einem Agon
2.
Anatomie Muskel, der eine Bewegung bewirkt, die der des Antagonisten entgegengesetzt ist

Thesaurus

Synonymgruppe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Agonist‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Agonist‹.

Verwendungsbeispiele für ›Agonist‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Agonisten erhöhen den Energieumsatz der Tiere und mindern ihr Körpergewicht. [Die Zeit, 02.02.1996, Nr. 6]
Besteht jene bestimmte Beziehung zwischen Agonist und Antagonist, die einer gemeinsamen Leistung entspricht, so tritt auch eine gleichartige Innervation reflektorisch auf. [Goldstein, Kurt: Der Aufbau des Organismus, Den Haag: Nijhoff 1934, S. 172]
Bei isolierter Reizung des "Agonisten" wird der Antagonist auf Reizung anders reagieren als vorher. [Goldstein, Kurt: Der Aufbau des Organismus, Den Haag: Nijhoff 1934, S. 173]
Für die Untersuchung der Neurochemie von Emotionen werden dem Versuchstier oder Patienten in der Regel Agonisten oder Antagonisten für die Rezeptoren bestimmter Neurotransmitter verabreicht. [Gahr, Manfred: Neurale Grundlagen von Motivation und Emotion. In: Dudel, Josef u. a. (Hgg.) Neurowissenschaft, Berlin: Springer 1996, S. 603]
Um ein erhöhtes Krebsrisiko möglichst auszuschließen, werden immer häufiger so genannte Agonisten des Gonadotropin‑Releasing‑Hormons eingesetzt. [Der Tagesspiegel, 05.12.2001]
Zitationshilfe
„Agonist“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Agonist>.

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