Akklamation, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Akklamation · Nominativ Plural: Akklamationen
Aussprache 
Worttrennung Ak-kla-ma-ti-on (computergeneriert)
Herkunft Latein

Bedeutungsübersicht+

  1. [besonders österreichisch] ...
    1. 1. Beifall, Applaus
    2. 2. Zustimmung durch Zuruf
eWDG, 1967

Bedeutung

besonders österreichisch
1.
Beifall, Applaus
Beispiel:
in lebhafte, stürmische Akklamationen ausbrechen
2.
Zustimmung durch Zuruf
Beispiel:
jmdn. durch Akklamation wählen

Thesaurus

Synonymgruppe
Fanatismus · ↗Übereifer  ●  Akklamation  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Akklamation · ↗Applaus · ↗Beifall · ↗Beifallklatschen · ↗Beifallsbezeigung · ↗Beifallsorkan · ↗Beifallsrauschen · ↗Beifallssturm · ↗Beifallsäußerung · Handgeklapper · ↗Jubel · ↗Klatschen · ↗Ovation · ↗Standing Ovations · stehende Ovationen (es gibt ...) · tosender Beifall  ●  ↗Beifallsbekundung  geh. · ↗Beifallsbezeugung  geh.
Assoziationen
  • (das Publikum) von den Sitzen reißen · (die Zuschauer) zu Beifallsstürmen hinreißen · (einen) Beifallssturm entfachen
  • Applaus spenden · Beifall spenden · ↗beklatschen · ↗klatschen  ●  ↗akklamieren  österr. · ↗applaudieren  Hauptform · (die) Hände rühren  geh. · (mit) Beifall bedenken  geh. · Beifall zollen  geh. · in die Händchen patschen  ugs., abwertend
  • (bezahlter) Beifallklatscher · ↗Claqueur  ●  (die) Claque (Theat.)  fachspr. · Klatschvieh  derb, stark abwertend
  • Freudengeheul · ↗Freudengeschrei · Freudenschreie · ↗Gejohle (oft abwertend 'unter dem Gejohle') · Gejubel · Gejuchze · Hochrufe · Hurra-Rufe · ↗Hurrageschrei · Hurrarufe · ↗Jauchzer · ↗Jubel · ↗Jubelgeschrei · Jubelrufe · ↗Juchzer · ↗Triumphgeschrei · Vivat-Rufe · Vivatrufe  ●  Frohlocken  veraltend · Hurra-Geschrei  abwertend
  • Begeisterungssturm · Begeisterungsstürme (auslösen) · Sturm der Begeisterung · Woge der Begeisterung · frenetischer Jubel · tosender Applaus
  • begeistert aufgenommen werden · begeisterte Aufnahme finden · gefeiert werden · mit Preisen überhäuft werden
  • (jemanden/etwas) frenetisch bejubeln · (jemanden/etwas) frenetisch feiern · begeistert aufgenommen werden (von) · begeistert gefeiert werden · begeisterte Aufnahme finden (bei) · zu Begeisterungsstürmen hinreißen  ●  (sich) vor Begeisterung überschlagen  fig.

Typische Verbindungen zu ›Akklamation‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Akklamation‹.

Verwendungsbeispiele für ›Akklamation‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da ist die Akklamation das Mittel der Führung, sich zu etablieren.
o. A.: WIE AMERIKANER DEMOKRATISCH EINEN LANDSMANN AUSSUCHEN, DER DANN PRÄSidENT DER VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA WERDEN SOLL. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1988]
Aber auch an den Akklamationen scheint sich das Volk nicht mehr beteiligt zu haben.
Scharnagl, August u. a.: Gemeindegesang. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1955], S. 10913
Die politische Praxis des Dritten Reiches kannte nur die Akklamation.
o. A.: Einhundertdreiundsiebzigster Tag. Montag, 8. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 12818
Vermutlich begnügten sich die meisten mit Schweigen und versuchten, entwürdigenden Akklamationen, so gut es ging, aus dem Wege zu gehen.
Engler, Wolfgang: Die Ostdeutschen, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1999], S. 307
Auf dem Kongreß vor drei Jahren wurden die neun per Akklamation im Amt bestätigt.
Süddeutsche Zeitung, 07.04.1994
Zitationshilfe
„Akklamation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Akklamation>, abgerufen am 29.05.2020.

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