Akkordeon, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Akkordeons · Nominativ Plural: Akkordeons
Aussprache
WorttrennungAk-kor-de-on (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Akkordeon‹ als Erstglied: ↗Akkordeonspieler  ·  mit ›Akkordeon‹ als Letztglied: ↗Knopfakkordeon · ↗Pianoakkordeon
eWDG, 1967

Bedeutung

Ziehharmonika, Schifferklavier
Beispiel:
ein zwölfbässiges, chromatisches Akkordeon
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Akkord2 · Akkordeon
Akkord2 m. ‘harmonischer Zusammenklang mehrerer Töne’ (15. Jh.), auch ‘Stimmung der Saiten eines Instruments’ (Anfang 17. Jh.), entlehnt aus gleichbed. mfrz. frz. accord, Deverbativum von frz. accorder, afrz. acorder ‘in Übereinstimmung bringen’ (s. ↗Akkord), das, wohl unter Einwirkung von afrz. frz. corde, lat. chorda, griech. chordḗ (χαρδή) ‘(Darm)saite’ schon im Afrz. auch die für den Bereich der Musik geltende Bedeutung ‘die Saiten, Instrumente stimmen’ entwickelt. Akkordeon n. ‘chromatische Handharmonika’, künstliche Bildung des Wiener Instrumentenbauers Demian, der das Modell seiner Ziehharmonika, das durch Hinzufügen von in Akkorden zusammengefaßten Bässen verbessert war, unter dem Namen Accordion (1829) patentieren ließ; im 20. Jh. Akkordion, dann Akkordeon, beeinflußt durch frz. accordéon, das nach frz. orphéon ‘Drehleier’ umgebildet ist.

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Akkordeon · ↗Handharmonika · ↗Schifferklavier · ↗Ziehharmonika  ●  ↗Handorgel  ugs. · ↗Quetsche  ugs. · ↗Quetschkommode  ugs.
Oberbegriffe
  • Harmonika · Harmonikainstrument
  • Handzuginstrument  fachspr.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Balalaika Banjo Bass Blockflöte Cello Drehleier Dudelsack E-Gitarre Flöte Geige Gitarre Hackbrett Harfe Keyboard Klarinette Klavier Kontrabass Mandoline Mundharmonika Percussion Piano Posaune Querflöte Saxophon Schlagzeug Trompete Tuba Ukulele Violine Zither

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Akkordeon‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie kommt eine Mutter dazu, ein Akkordeon mit ihrem Sohn zu verwechseln.
Müller,Herta: Der König verneigt sich und tötet, München: Carl Hanser Verlag 2003, S. 84
Was etwas dauerte, denn zunächst mußte ja mal das als typisches Instrument des verpönten Jazz geltende Akkordeon musikalisch "eingedeutscht" werden.
Süddeutsche Zeitung, 27.12.1997
Man hört den Wind in den Bäumen, dann von fern ein Akkordeon.
Die Zeit, 01.10.1993, Nr. 40
Ich ging zu ihm und traf ihn allein mit seinem Akkordeon.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1942. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1942], S. 58
Es musiziert - wenn möglich - ein Zitherspieler, es genügt auch ein Akkordeon.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 253
Zitationshilfe
„Akkordeon“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Akkordeon>, abgerufen am 22.02.2019.

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