Akrobat, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Akrobaten · Nominativ Plural: Akrobaten
Aussprache
WorttrennungAk-ro-bat
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Akrobat‹ als Erstglied: ↗Akrobatenstück · ↗Akrobatentruppe · ↗akrobatisch
 ·  mit ›Akrobat‹ als Letztglied: ↗Finanzakrobat · ↗Geistesakrobat · ↗Tastenakrobat · ↗Zahlenakrobat
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2016

Bedeutung

jmd., der turnerische, gymnastische oder tänzerische Übungen, die besondere körperliche Beweglichkeit und Gewandtheit erfordern, beherrscht (und im Zirkus oder Varieté vorführt)
Beispiele:
Mit grossen Augen sitzen sie [die Kinder] im Halbkreis vor den Akrobaten der Zirkusschule Coquino, die durch die Luft wirbeln. [Neue Zürcher Zeitung, 25.07.2015]
Akrobaten und Trapezkünstler unterhielten die mehr als 4000 Gäste [der Halloween-Feier]. [Die Zeit, 31.10.2015 (online)]
[…] der Akrobat [geht] vom Seiltanzen zum Seilspringen über und liefert damit mehr als nur einen weiteren Beweis seiner Fertigkeit. [Der Standard, 09.06.2015]
Auch unabhängig von den Bühnen gibt es Volksbelustigungen […], und überall gibt es etwas zu sehen[…]: […] Grimassenschneider, Wahrsager, Bärenführer und Akrobaten. [Schlögel, Karl: Petersburg, München Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 500]
bildlich Die Philosophen des Neukantianismus waren immer scharfsinnig, geistreich, wahre Akrobaten des Denkens. [Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 2076]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: tollkühne Akrobaten
in Koordination: Clowns, Jongleure, Gaukler, Seiltänzer und Akrobaten
als Aktivsubjekt: ein Akrobat tritt auf
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Akrobat m. ‘Zirkuskünstler, Artist’ (mit besonderen Kraft- und Geschicklichkeitsleistungen) geht zurück auf griech. akróbatos (ἀκρόβατος) ‘auf Zehen (Fußspitzen) gehend’ bzw. akrobátēs (ἀκροβάτης) ‘Akrobat’. Beides sind Nominalbildungen zu griech. bá͞inein (βαίνειν) ‘gehen, schreiten’ in der Zusammensetzung mit griech. ákros (ἄκρος) ‘äußerst, oberst, höchst, an der Spitze befindlich’. Ins Dt. gelangt das Wort zu Anfang des 19. Jhs. als ‘Seiltänzer’ (über älteres frz. acrobate?) und entwickelt (um 1830) mit der Entstehung des Zirkuswesens seine heutige Bedeutung.

Thesaurus

Synonymgruppe
Akrobat · ↗Artist · Bewegungskünstler
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Artist Breakdancer Clown Comedian Dompteur Fakir Feuerschlucker Feuerspucker Gaukler Geschichtenerzähler Harlekin Hochseil Jongleur Komödiant Magier Manege Musikant Märchenerzähler Pantomime Schlangenbeschwörer Seiltänzer Straßenkünstler Trapez Turner Tänzer Wahrsager Zauberer Zirkus tollkühn turnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Akrobat‹.

Zitationshilfe
„Akrobat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Akrobat>, abgerufen am 19.06.2019.

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