Aktie, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Aktie · Nominativ Plural: Aktien
Aussprache 
Worttrennung Ak-tie
Herkunft Latein
Wortbildung  mit ›Aktie‹ als Erstglied: ↗Aktienanalyse · ↗Aktienanlage · ↗Aktienanteil · ↗Aktienbank · ↗Aktienbesitz · ↗Aktienbestand · ↗Aktienbier · ↗Aktienbuch · ↗Aktienbörse · ↗Aktienfonds · ↗Aktiengeschäft · ↗Aktiengesellschaft · ↗Aktiengesetz · ↗Aktienhandel · ↗Aktienindex · ↗Aktienindiz · ↗Aktienkapital · ↗Aktienkurs · ↗Aktiennotierung · ↗Aktienoption · ↗Aktienrecht · ↗Aktienregister · ↗Aktientausch · ↗Aktienumtausch · ↗Aktienurkunde · ↗Aktienzertifikat
 ·  mit ›Aktie‹ als Letztglied: ↗Altaktie · ↗Bankaktie · ↗Belegschaftsaktie · ↗Bergwerksaktie · ↗Einheitsaktie · ↗Gratisaktie · ↗Immobilienaktie · ↗Industrieaktie · ↗Inhaberaktie · ↗Internet-Aktie · ↗Internetaktie · ↗Namensaktie · ↗Schiffsaktie · ↗Stückaktie · ↗Technologieaktie · ↗Viertelaktie · ↗Vorzugsaktie
eWDG, 1967

Bedeutung

Wirtschaft Urkunde über einen Einzelanteil an einem großen, einer Gesellschaft gehörenden Kapital
Beispiele:
eine Aktie über, zu 500 Euro
Aktien (an)kaufen, anbieten, handeln, (her)ausgeben
die Aktien (an der Börse) stehen hoch, gut, schlecht (im Kurs), sind gestiegen, gefallen, sinken, gehen zurück, werden (stark) nachgefragt
bildlich
Beispiel:
saloppwie stehen die Aktien? (= wie ist die Lage?)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Aktie · Aktiengesellschaft · Aktienkapital · Aktionär
Aktie f. ‘Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft, Anteilschein, Wertpapier’, Übernahme (Mitte 17. Jh.) von nl. actie (älter action) ‘Aktion, Tätigkeit, Rechtsanspruch, Anteilschein’. Daneben begegnet im 17. und 18. Jh. nicht selten die frz. Form Action. Beide gehen auf lat. āctio (Genitiv āctiōnis) ‘Bewegung, Handlung, Tätigkeit, Gerichtsverhandlung, Klage, Rechtsanspruch’ zurück, zu lat. agere ‘in Bewegung setzen, treiben, handeln, klagen’ (s. ↗agieren, ↗Aktion). Die zuvor im Nordwestd. (nach nl. Vorbild) bezeugte Bedeutung ‘einklagbarer Anspruch, Anrecht’ (2. Häfte 15. Jh.) bleibt räumlich und zeitlich (bis Ende 16. Jh.) begrenzt; dagegen setzt sich die Bedeutung ‘Anteilschein, Wertpapier’ nach 1700 schnell durch. Aktiengesellschaft f. ‘Handelsgesellschaft, Unternehmen, dessen Stammkapital durch Einlagen, durch den Verkauf von Aktien aufgebracht wird’ (1. Hälfte 19. Jh.), älter Aktienhandlung (Anfang 18. Jh.). Aktienkapital n. ‘Grundkapital einer Aktiengesellschaft’ (2. Hälfte 18. Jh.). Aktionär m. ‘Besitzer von Aktien, Mitglied einer Aktiengesellschaft’ (Mitte 18. Jh.), aus gleichbed. frz. actionnaire; älter Aktionist (Ende 17. Jh. bis Mitte 19. Jh.), nl. actionist.

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Aktie · ↗Anteilschein · ↗Anteilsschein
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Aktie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Aktie‹.

Verwendungsbeispiele für ›Aktie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Minuten später schoss der Kurs der Aktie in die Höhe.
Die Zeit, 09.07.2013 (online)
Es ist schwer, mit Aktien Geld zu verdienen, aber immer mehr trauen sich das zu.
Der Spiegel, 20.11.2000
In unserer Zeit der fallenden Werte standen wenigstens die Aktien des guten Iwans 1999 noch einmal hoch im Kurs.
konkret, 1999
Und mein Geld nicht erfreulicher in Pflanzen investiert als in Aktien?
Katz, Richard: Übern Gartenhag, München u. Zürich: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. 1965, S. 56
Dem Autor berichtete ich über den Stand seiner weltfremden Aktien.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 72
Zitationshilfe
„Aktie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Aktie>, abgerufen am 19.09.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Aktgemälde
Aktfotografie
Aktfotograf
Aktfoto
Akteurskonstellation
Aktienabschnitt
Aktienanalyse
Aktienanalyst
Aktienanlage
Aktienanleihe