Alibi, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Alibis · Nominativ Plural: Alibis
Aussprache
WorttrennungAli-bi (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Alibi‹ als Erstglied: ↗Alibifrau · ↗Alibifunktion
eWDG, 1967

Bedeutung

Jura
1.
Abwesenheit vom Tatort
Beispiele:
sein Alibi beweisen
ein lückenloses Alibi nachweisen
2.
Beweis der Abwesenheit
Beispiele:
ein ausgezeichnetes Alibi haben, erbringen
sich [Dativ] ein Alibi verschaffen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Alibi n. ‘Nachweis eines Verdächtigten, daß er sich zur Tatzeit anderswo als am Tatort befand’. Das substantivierte Adverb lat. alibī ‘anderswo, anderwärts’, zusammengesetzt aus dem Stamm des Pronominaladjektivs lat. alius ‘ein anderer’ und lat. ibī̌ ‘da, dort’, ist im Deutschen seit der 2. Hälfte des 18. Jhs. üblich, wahrscheinlich vermittelt durch gleichbed. mfrz. frz. alibi.

Thesaurus

Synonymgruppe
Abwesenheit vom Tatort · Alibi
Assoziationen
  • Ort eines Verbrechens · ↗Tatort
Synonymgruppe
Alibi · ↗Ausrede · ↗Deckmantel · ↗Scheingrund · ↗Vorwand  ●  ↗Feigenblatt  fig.
Unterbegriffe
  • faule Ausrede · schlechte Ausrede
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alibi Ausrede Nichtstun Tatnacht Tatzeit Untätigkeit benützen bequem dienen einwandfrei fadenscheinig falsch glaubhaft handfest herhalten liefern lückenlos mißbrauchen perfekt stichfest stichhaltig trefflich verschaffen vorweisen wasserdicht widerlegen willkommen wohlfeil zimmern überprüfen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Alibi‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Deshalb werde ich da nicht an der Linie herumtoben, das wäre Alibi.
Die Welt, 22.03.2003
Und auch fürs Böse suchen sie sich gern ein gutes Alibi.
Der Tagesspiegel, 05.03.2003
Dann ging er vorsichtig nach Hause, erwog für alle Fälle sein Alibi und tilgte alle Spuren.
Reger, Erik [d.i. Dannenberger, Hermann]: Union der festen Hand, Kronberg/Ts.: Scriptor 1976 [1931], S. 945
Was ein Alibi ist, weiß ich als Beamter am besten.
Apitz, Bruno: Nackt unter Wölfen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1958], S. 286
Er steigt in seinen kleinen Viersitzer und fährt hinter seinem Alibi her.
Baum, Vicky: Menschen im Hotel, München: Droemersche Verlagsanstalt 1956 [1929], S. 93
Zitationshilfe
„Alibi“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Alibi>, abgerufen am 17.07.2019.

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