Almanach, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Almanachs · Nominativ Plural: Almanache
WorttrennungAl-ma-nach
HerkunftHerkunft unsicher
Wortbildung mit ›Almanach‹ als Letztglied: ↗Filmalmanach · ↗Hofalmanach · ↗Verlagsalmanach
eWDG, 1967

Bedeutung

Jahrbuch mit Kalender
Beispiel:
ein literarischer, astronomischer Almanach
(jährlicher) Verlagskatalog mit Textproben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Almanach m. (mit poetischen Beigaben und Bildern versehenes) Jahrbuch, ursprünglich ‘Kalender mit astronomischen und meteorologischen Angaben’. Das Wort beruht wahrscheinlich auf iberoarab. almanāḫ ‘Kalender’, einem im Arab. sonst unbekannten Wort. Man verweist auf ein möglicherweise zugrundeliegendes syr. l·manḥaï ‘im nächsten Jahr’, das semantisch zu ‘Kalender, Zeittafel’ umgedeutet und dessen als arab. Artikel al- aufgefaßt werden konnte; vgl. FEW 19, 119 f. Der iberoarab. Ausdruck führt über die der Astronomie kundigen Araber Spaniens zu mlat. almanac, almanachus, woraus afrz. frz. almanach (um 1300), ital. almanacco (Mitte 14. Jh.), span. almanaque (um 1410), engl. almanac (Ende 14. Jh.) und fläm. almanag (1426 in Handelsrechnungen), danach dt. Almanach (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Almanach · ↗Kalendarium · ↗Kalender  ●  ↗Jahresweiser  veraltend · Jahrweiser  veraltend
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anthologie Blaue Bundespresseball Dichtung Einzelgänger Gedicht Graphikpreis Herausgeber Jahrbuch Journal Kalender Reiter Taschenbuch Verlag Zeitschrift abbilden begleitend berühmt blättern drucken erschienen herausbringen herausgeben herausgegeben kulinarisch literarisch musikalisch poetisch verfassen veröffentlichen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Almanach‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn in der "minimalen Installation" (1 MB), ist die Arbeit mit dem Almanach an einem durchschnittlich schnellen PC doch recht mühsam.
Der Tagesspiegel, 19.05.1997
Die laufenden Ereignisse dagegen hielt er in Almanachen fest; sie umfassen die Jahre 1833 bis 1873 und sind ebenfalls veröffentlicht.
Süddeutsche Zeitung, 29.07.2000
Und da es der erste Almanach ist, muß er gut werden.
Tucholsky, Kurt: An Siegfried Jacobsohn, Januar 1926. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1926], S. 16091
Hätten seine Schläfen weniger gehämmert, seine Finger weniger feucht im Almanach geblättert?
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 975
Ich muß bei Dir sein, Du darfst jetzt nicht allein sein, mit diesen Männern, Deinem Vater und dem Almanach und diesem Plumpsack von Maler.
Schaeffer, Albrecht: Helianth I, Bonn: Weidle 1995 [1920], S. 214
Zitationshilfe
„Almanach“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Almanach>, abgerufen am 16.12.2018.

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