Alterspyramide, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Alterspyramide · Nominativ Plural: Alterspyramiden
Aussprache 
Worttrennung Al-ters-py-ra-mi-de
Wortzerlegung  Alter Pyramide
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

(grafische Darstellung der) Altersverteilung einer Bevölkerung   Namensgebend waren die ersten derartigen Darstellungen, die die Form einer Pyramide hatten. Infolge der veränderten Altersstruktur in den meisten Industriestaaten hat sich diese Form von einer Pyramide entfernt.
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: die umgedrehte, umgekehrte Alterspyramide
in Präpositionalgruppe/-objekt: die Verschiebung in der Alterspyramide
als Genitivattribut: die Umkehr, Umkehrung, Verschiebung, Veränderung der Alterspyramide
Beispiele:
Am oberen Ende der Alterspyramide nimmt gleichzeitig die Erwerbsbeteiligung zu, und das nicht nur, weil die alten Leute sich sonst langweilen würden. Das Leben wird nicht billiger, viele Renten sind knapp bemessen, und der Nachwuchs, der mit seinen Beiträgen die Rentenkassen auffüllen sollte, bleibt aus. [Neue Zürcher Zeitung, 27.09.2017]
Gekippt ist die Alterspyramide hingegen in etlichen Regionen Ostdeutschlands. Besonders ausgeprägt ist die Dominanz der Rentner im Wahlkreis Chemnitzer Umland – Erzgebirgskreis II. Nur noch jeder sechste Erwachsene ist in dieser Region Sachsen jünger als 34 Jahre. [Die Welt, 16.09.2017]
Wenn sich Alterspyramiden derart drastisch verändern wie in den kommenden 30 Jahren, braucht es die Einsicht, dass Sozialpolitik immer alle, also auch die Jungen […], einbeziehen muss. [Neue Zürcher Zeitung, 19.06.2017]
Doch die Folge [sinkender Geburtenraten] ist […] ein bisweilen als bedrohlich empfundener demografischer Wandel. Gab es früher die Alterspyramiden, sind daraus längst Zwiebeln geworden. Extrapoliert man das in die Zukunft, sind irgendwann umgekehrte Pyramiden möglich. [Süddeutsche Zeitung, 01.10.2015]
Grafisch aufbereitet präsentierte sich die Altersstruktur der deutschen Bevölkerung als Pyramide – bis heute spricht man immer noch von der »Alterspyramide«. Doch spätestens seit 1946 kann von einer Pyramide nicht mehr die Rede sein: Der Anteil der unter 20‑Jährigen an der Bevölkerung wird immer niedriger. [Bild am Sonntag, 29.08.1999]
Der Krieg mit allen seinen Begleiterscheinungen hat den Altersaufbau unseres Volkes besorgniserregend gewandelt. […] Durch ständiges Sterben wurde die Personenzahl in den älteren Jahrgängen immer geringer, so daß sich bei einer graphischen Darstellung das Bild eines Dreiecks ergab, auch Lebensbaum oder Alterspyramide genannt. [Berliner Zeitung, 27.10.1946]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Alterspyramide‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Alterspyramide‹.

Zitationshilfe
„Alterspyramide“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Alterspyramide>, abgerufen am 20.10.2021.

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