Althochdeutsch, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Althochdeutschen · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungAlt-hoch-deutsch
WortzerlegungaltHochdeutsch
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2018

Bedeutung

älteste, vom Beginn der schriftlichen Überlieferung bis ins 11. Jahrhundert reichende Stufe in der Entwicklung der hochdeutschen (Lesart a) Sprache
Beispiele:
Auch wenn man schon seit 800 n. Chr. von Althochdeutsch spricht und die Epoche von 1050 bis 1350 als Mittelhochdeutsch bezeichnet, gab es damals keine überregionale Standardsprache, sondern nur Dialekte. [Die Welt, 29.11.2017]
Auf Gotisch fängt es [das Vaterunser] an: »Atta unsar thu in himinam, weihnai namo thein.« Auf Ostfränkisch: »Fater unser thû thâr bist in himile sî geheilagôt thîn namo.« Auf Althochdeutsch: »Fater unseer, thu pist in himile uuihi namun dinan.« [Welt am Sonntag, 23.07.2017, Nr. 30]
Die beiden Texte [der Merseburger Zaubersprüche] aus dem 9. Jahrhundert, das bis heute einzige schriftliche Zeugnis heidnischen Inhalts auf Althochdeutsch, gehörten einst zum Deutsch-Pflichtstoff an jeder Schule. [Der Tagesspiegel, 15.08.2004]
Sie studiert Althochdeutsch und Altfranzösisch […]. [Die Zeit, 06.06.1997, Nr. 24]
Otto, Kurzform der aus dem Althochdeutschen kommenden Namen Otfried (Besitzesschützer), Ottomar (der durch Besitz Berühmte), Ottokar (den Erbgutsspeer besitzend). [o. A.: Das Lexikon der Hausfrau, Berlin: Ullstein 1937 [1932], S. 236]
Zitationshilfe
„Althochdeutsch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Althochdeutsch>, abgerufen am 20.09.2018.

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