Amethyst, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Amethyst(e)s · Nominativ Plural: Amethyste
Aussprache 
Worttrennung Ame-thyst
Herkunft Griechisch
DWDS-Vollartikel, 2019

Bedeutungen

1.
durchscheinender Halbedelstein, der in Farbvarianten von Dunkelviolett bis Rosa auftritt
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: violette Amethyste
in Koordination: Achate, Topase, Aquamarin, Bergkristall und Amethyst
Beispiele:
Auf seinen Streifzügen hat der 68‑Jährige an die 3000 Fundstücke gesammelt: wertvolle Bergkristalle, violette Amethyste, dunkelgrün schimmernde Smaragde oder Rauchquarze. [Spiegel, 15.09.2016 (online)]
Der Edelstein, ein Amethyst, wurde aus seiner goldenen Fassung gebrochen. [Spiegel, 28.06.2013 (online)]
Der Konzern fördert neben Smaragden auch Rubine und Amethyste. [Neue Zürcher Zeitung, 11.04.2013]
Der Name des Amethysts stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie »vor Trunkenheit bewahren«. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.03.2003]
Halbedelsteine haben einige Eigenschaften der Edelsteine, sind aber nicht so durchsichtig: Amethyst, Rauchtopas, Jaspis u. a. […]. [o. A.: Das Lexikon der Hausfrau, Berlin: Ullstein 1937 [1932], S. 135]
2.
die Farbe eines Amethysts (1), Violett
Beispiele:
Sie [die Robe] war in ihrer Lieblingsfarbe Amethyst eigens für sie maßgeschneidert worden. [Der Spiegel, 25.01.2010, Nr. 4]
Zunächst schaut sich die ehemalige Goldman‑Sachs‑Analystin die ersten Objekte der Sportlinie fast teilnahmslos an. […] Uninteressant, Mittal starrt ins Leere. Erst als die ersten Kleider in Amethyst vorbeilaufen, ist sie so sehr bei der Sache wie ihr Nebenmann. [Süddeutsche Zeitung, 20.01.2010]
Am Sonnabend zeigten die Designer Klaus Unrath und Ivan Strano ihre Pret‑à‑Porter‑de‑luxe‑Kollektion Herbst/Winter 2005/06 bei der Fashion Week in Mailand. […] Asymmetrische Schnitte, kräftige Farben von dunklem Amethyst, über Rot, Orange, Braun‑ und Grünschattierungen bis zu Rosé und weißem Opal. [Die Welt, 21.02.2005]
Der VEB Glaswerk Döbern stellt ein formschönes Bowlenservice in der Farbe Amethyst vor. [Neues Deutschland, 24.08.1965]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Amethyst m. Halbedelstein von violetter Farbe. Mhd. ametiste, amatist, mnd. ammatist, ammetiste, mnl. ametist, nl. amethist gehen über Vermittlung von gleichbed. afrz. ametiste, amatiste (frz. améthyste f.) auf lat. amethystus, griech. améthystos (ἀμέθυστος) f. zurück. Das griech. Wort ist die substantivierte Form des negierten Verbaladjektivs ‘nicht trunken machend, dem Rausch widerstehend, nicht berauscht’ zu griech. methýein (μεθύειν) ‘vom Weine berauscht, trunken sein’ bzw. methýskein (μεθύσκειν) ‘berauschen’, die sich an griech. méthy (μέθυ) ‘Wein’ anschließen, das mit ↗Met (s. d.) verwandt ist. Benannt ist der Amethyst nach der hellvioletten Farbe eines stark verdünnten und deshalb unschädlichen Rotweins. Hieraus ergab sich der Aberglaube, daß er, am Körper getragen, gegen Trunkenheit schütze.

Typische Verbindungen zu ›Amethyst‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Amethyst‹.

Zitationshilfe
„Amethyst“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Amethyst>, abgerufen am 01.12.2020.

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