Anagramm, das
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Anagramms · Nominativ Plural: Anagramme
WorttrennungAna-gramm (computergeneriert)
Wortzerlegungana--gramm
DWDS-Vollartikel, 2014

Bedeutung

Wort, das aus den Buchstaben oder Silben eines anderen Wortes durch deren Umstellung gebildet wird
Beispiele:
der Name ist ein Anagramm
Als Hans Davidsohn wurde Jakob van Hoddis (dies ein Anagramm des bürgerlichen Namens) am 16. Mai 1887 in Berlin geboren. [Süddeutsche Zeitung, 29.06.2001]
Wenn er seine griechische Kindheit beschwört, verwandelt er Savinio in das Anagramm Nivasio – auch in seinen phantastischsten Abenteuern schlüpft er in das Gewand von Nivasio Dolcemare […]. [Die Zeit, 06.12.1985, Nr. 50]
In den Anagrammen, den onomatopoetischen Wendungen und vielen Sprachkunststücken anderer Art stolziert das Wort, die Silbe und der Laut, emanzipiert von jeder hergebrachten Sinnverbindung, als Ding, das allegorisch ausgebeutet werden darf. [Benjamin, Walter. Ursprung des deutschen Trauerspiels, Berlin: Rowohlt 1928, S. 381]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ana- · an- · Anagramm · Anamnese
ana-, vor Vokalen an- Präfix mit der Bedeutung ‘oben, hinauf, aufwärts, auf, hindurch, rückwärts, zurück, wieder, gemäß, entsprechend’. Zugrunde liegt das unter ↗an (s. d.) aufgeführte griech. aná (ἀνά) Präp. und Adv. ‘darauf, auf, nach oben (hinauf), entlang’, aus dessen adverbiellem Gebrauch das im Griech. zahlreiche Zusammensetzungen bildende Präfix hervorgegangen ist, vgl. anabállein (ἀναβάλλειν) ‘aufwerfen, zurückwerfen, auf sich nehmen’, zu griech. bállein (βάλλειν) ‘werfen’ (s. ↗Ball), analégein (ἀναλέγειν) ‘auflesen, sammeln’, zu griech. légein (λέγειν) ‘auflesen, sammeln, sagen, sprechen’. Dazu gehören die ins Dt. aufgenommenen Bildungen ↗Anachronismus, ↗Analogie, ↗Analyse, ↗Anatomie, ↗Anode (s. d.), ferner Anagramm n. ‘durch Vertauschung der Buchstaben eines Wortes oder Satzes entstandenes neues Wort oder neuer Satz’ (Mitte 18. Jh., älter Anagramma, 1. Hälfte 17. Jh.), griech. anágramma (ἀνάγραμμα), zu anagráphein (ἀναγράφειν) ‘auf-, niederschreiben, aufzeichnen, eintragen in ein Register’, griech. gráphein (γράφειν) ‘schreiben’ (s. ↗-gramm); Anamnese f. ‘Vorgeschichte einer Krankheit’ (1. Hälfte 19. Jh., zuvor Anamnesis, 1. Hälfte 18. Jh.), lat. anamnēsis, griech. anámnēsis (ἀνάμνησις) ‘(Wieder)erinnerung, das Erinnern an etw.’, zu anamimnḗskein (ἀναμιμνήσκειν) ‘jmnd. an etw. erinnern, sich erinnern’, mimnḗskein (μιμνήσκειν) ‘(sich) erinnern, erwähnen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Buchstabenrätsel · Letterkehr · Letterwechsel · Schüttelwort
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Namen Palindromen mediale

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Anagramm‹.

Zitationshilfe
„Anagramm“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Anagramm>, abgerufen am 22.09.2017.

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