Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Analogie, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Analogie · Nominativ Plural: Analogien
Aussprache 
Worttrennung Ana-lo-gie
formal verwandt mitanalog1
Wortbildung  mit ›Analogie‹ als Erstglied: Analogiebildung · Analogieerzählung · Analogiemodell · Analogieschluss · Analogieverfahren · Analogiezauber · Analogismus
Herkunft zu analogíagriech (ἀναλογία) ‘entsprechendes, richtiges Verhältnis, Übereinstimmung’
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
bildungssprachlich Entsprechung, Ähnlichkeit, Gleichheit von Verhältnissen
2.
Biologie gleiche oder ähnliche Funktionsweise bei Organen von entwicklungsgeschichtlich verschiedener Herkunft
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Analogie · analogisch · analog
Analogie f. ‘Entsprechung, Ähnlichkeit, Gleichheit von Verhältnissen’, entlehnt (1. Hälfte 16. Jh.) aus lat. analogia, griech. analogía (ἀναλογία) ‘entsprechendes, richtiges Verhältnis, Übereinstimmung’ (gebildet zum Adjektiv griech. análogos, s. unten); neben frühen Formen wie Analogy, Analogi anfangs vor allem in griech.-lat. Form Analogia (bis Mitte 17. Jh.). Zum Substantiv bildet sich die Wissenschaftssprache analogisch Adj. ‘entsprechend, ähnlich, sinngemäß’ und, unter dem Einfluß von frz. analogue, gleichbed. analog Adj. (beide Mitte 18. Jh.), die durch lat. analogos, griech. análogos (ἀνάλογος), entstanden aus der häufigen präpositionalen Wendung aná lógon (ἀνὰ λόγον) ‘dem richtigen Verhältnis entsprechend’, zu griech. lógos (λόγος), hier im Sinne von ‘Berechnung, Verhältnis’ (s. Logarithmus und Logik) und die Weiterbildung analogikós (ἀναλογικός), spätlat. analogicus gestützt werden.

Thesaurus

Synonymgruppe

Typische Verbindungen zu ›Analogie‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Analogie‹.

Verwendungsbeispiele für ›Analogie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich möchte Forscher in den alten semitischen Sprachen auffordern, sich nach weiteren Analogien in dieser Richtung umzusehen. [Peters, Carl: Im Goldland des Altertums, München: Lehmann 1902, S. 233]
Der Weg der Analogie würde dazu verführen, Ähnlichkeiten für wesentlich zu halten. [Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 25]
Man findet in keinem Gebiet der Erde dazu irgendeine Analogie. [Weber, Max: Politik als Beruf. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Politische Schriften, München: Drei Masken Verl. 1921 [1919], S. 412]
Aber die Analogie liegt auf dem Gebiete der diplomatischen Methode. [Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 02.03.1932]
Unübersehbar sind die Analogien simulierter neuronaler Netze zu biologischen Systemen. [C't, 1991, Nr. 4]
Zitationshilfe
„Analogie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Analogie>.

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