Ananas, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ananas · Nominativ Plural 1: Ananas · Nominativ Plural 2: selten Ananasse
Aussprache 
Worttrennung Ana-nas
Wortbildung  mit ›Ananas‹ als Erstglied: Ananasbowle · Ananaseis · Ananasfrucht · Ananasgalle · Ananaslikör · Ananastorte
Herkunft aus gleichbedeutend ananásport < gleichbedeutend nanátupi guarani karib, ananátupi guarani karib
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutungen

Ananas (Pflanze)
Ananas (Pflanze)
(J J Messerly, CC BY-SA 3.0)
1.
tropische Pflanze mit rosettenartig angeordneten Blättern und Blütenständen, die bei Entstehung der Frucht mit Teilen der Blüte und der Deckblätter zu großen zapfenförmigen Früchten verwachsen
Kollokationen:
als Genitivattribut: der Anbau von Ananas
Beispiele:
Bei durchschnittlich 29 Grad wächst die Ananas dort [in Costa Rica] am besten. [Bild, 18.10.2004]
Mittlerweile wachsen hier [in dem Tropenhaus] über sechzig exotische Nutzpflanzen von Ananas und Bananen über Chilis und Koriander, Papayas, Kumquats, Guaven und Litschis bis Kaffee und Zuckerrohr. [Neue Zürcher Zeitung, 07.03.2016]
Die Bevölkerung besteht vor allem aus Afro‑Kolumbianern[…]. Die Mehrheit von ihnen sind Bauern, die Bananen, Ananas und Yucca anbauen. [Neue Zürcher Zeitung, 17.05.2002]
Auf den mühevoll gerodeten Feldern ziehen sie die anspruchslosesten aller Pflanzen: Ananas und Trockenreis. [Die Zeit, 03.06.1988]
Ananas, Staudengewächs, überall in den Tropen angebaut; in Europa im Treibhaus. [[o. A.]: Das Lexikon der Hausfrau. Berlin: Ullstein 1937 [1932], S. 18]
Ananas (Frucht)
Ananas (Frucht)
(info@tatlilimon.com.tr, CC BY-SA 3.0)
2.
gelbe bis orangefarbene Frucht der Ananas (1) mit hellgelbem, saftig fleischigem, süßsäuerlich schmeckendem Fruchtfleisch
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: reife, frische, saftige, goldene, geschnittene, gegrillte Ananas
in Koordination: Mangos, Papaya, Bananen, Orangen und Ananas
als Akkusativobjekt: eine Ananas schälen
Beispiele:
Blaukraut harmoniert sehr gut mit etwas Fruchtig‑Süßem. Die Ananas sorgt für einen frischen Kick im durchaus festtagstauglichen [Kraut-]Strudel. [Der Standard, 22.12.2015]
Die Pizza schmeckte […] ganz gut, Thunfisch mit Käse, Mais und Ananas. [Bild, 28.08.2004]
Die Gerichte sind[…] ein Fest auch für die Augen; […] mal wird das Fleisch in einer ausgehöhlten Ananas serviert, mal der Fisch in einem Körbchen mit kunstvoll geschnitztem Gemüse. [Berliner Zeitung, 29.05.2004]
Zur Verfeinerung des Geschmacks [des Cocktails] eignen sich auch ein kleiner Löffel feingeraspelte Ananas und ein Schuß Weinbrand. [Neumann, Heinz / Scharfe, Adolf: Gekonnt serviert. Berlin: Verl. Die Wirtschaft 1967, S. 67]
Damals bezeichnete man Ladengeschäfte, die Orangen und Zitronen, Bananen und – als Luxusfrucht – Ananasse verkauften, als »Handlungen für Kolonialwaren und Landesprodukte«. [Die Welt, 10.04.2002] ungewöhnl. Pl.

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ananas f. Die tropische, vorwiegend in Brasilien und Westindien heimische Frucht heißt in südamerik. Indianersprachen (im Tupí, Guaraní und im Karib.) naná und ananá. Mit dem port. Artikel a und dem Pluralzeichen -s entwickelt sich der Name zu port. ananás und gelangt im 16. Jh. ins Frz., Dt. und in andere europ. Sprachen.

Thesaurus

Botanik
Synonymgruppe
Erdbeere  ●  Ananas  ugs., österr.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Ananas  ●  Hawaiananas  österr.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Ananas‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ananas‹.

Zitationshilfe
„Ananas“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ananas>, abgerufen am 05.08.2021.

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