Anemone, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Anemone · Nominativ Plural: Anemonen
Aussprache
WorttrennungAne-mo-ne
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Anemone‹ als Letztglied: ↗Seeanemone
eWDG, 1967

Bedeutung

in Laubwäldern weithin anzutreffende, kleine weißblühende Frühlingsblume, Buschwindröschen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Anemone · Buschwindröschen
Anemone f. ‘(Busch)windröschen’, Frühlingsblume aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Griech.-lat. anemṓnē (ἀνεμώνη) ist wahrscheinlich zu griech. ánemos (ἄνεμος) ‘Wind’ gebildet, wie bereits Plinius vermutet, da sich die Blüte nur beim Wehen des Windes öffne (vgl. die dt. Übertragung Windrößlein durch Tabernaemontanus 1613). Richtiger erklärt Strömberg Griech. Pflanzennamen 77 das Wort als ‘vom Winde gebogene Pflanze’. Daneben bestehen Versuche, den Namen auf hebr. han-na’ámān ‘die Liebliche’ zurückzuführen. Der botan.-lat.Name wird in der Mitte des 16. Jhs. in dt. Texte übernommen (vgl. auch Feld-, Ackeranemone, Anemonerößlein, ebenfalls Mitte 16. Jh.). Der Name Buschwindröschen n. ist eine Bildung der botanischen Fachsprache, die für die Gattung Anemone (in Anlehnung an Windrößlein, 17. Jh., Windröslein, 18. Jh., Windröschen, um 1700) den dt. Namen Windröschen und für deren Arten vorgesetzte Bestimmungswörter wie Busch-, Balkan-, Dreiblatt- u. dgl. festlegte.

Thesaurus

Botanik
Synonymgruppe
Anemone · Windröschen
Oberbegriffe
  • Blume  ●  Blühtrieb  fachspr. · blühender Trieb  fachspr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fisch Hyazinthe Koralle Krokus Leberblümchen Narzisse Nelke Orchidee Primel Rose Tulpe Vase Veilchen blau blühen leuchten rot weiß

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Anemone‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Anemone ist keine Anni, eine Moni schon gleich gar nicht.
Der Tagesspiegel, 02.03.2001
Solange er in der Anemone geschützt ist, beeinträchtigt ihn das nicht.
Die Welt, 20.11.2003
Am frühen Morgen fand sie Martin auf dem Lager der ersten blaßblauen Anemonen des Jahres.
Voß, Richard: Zwei Menschen, Stuttgart: Engelhorn 1911 [1949], S. 258
Sie traten hinaus auf eine mit Anemonen und Tausendschönchen über und über bedeckte Wiese.
Ury, Else: Nesthäkchen fliegt aus dem Nest, Stuttgart: K. Thienemanns 1997 [1920], S. 62
Am Straßenrand blühten blaue Anemonen, und Lisa glaubte, den Duft von Salbei und Thymian zu spüren.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 207
Zitationshilfe
„Anemone“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Anemone>, abgerufen am 19.11.2019.

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