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Anerkennung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Anerkennung · Nominativ Plural: Anerkennungen
Aussprache
WorttrennungAn-er-ken-nung
Wortzerlegunganerkennen-ung
Wortbildung mit ›Anerkennung‹ als Erstglied: ↗Anerkennungsjahr · ↗Anerkennungsschreiben · ↗Anerkennungsurkunde · ↗Anerkennungsverhältnis
 ·  mit ›Anerkennung‹ als Letztglied: ↗Berufsanerkennung · ↗De-facto-Anerkennung · ↗De-jure-Anerkennung · ↗Nichtanerkennung · ↗Vaterschaftsanerkennung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
rechtskräftige Bestätigung
Beispiele:
die Anerkennung des Testaments, der Vaterschaft
die diplomatische Anerkennung eines Staates
die staatliche Anerkennung erhalten
2.
lobende Würdigung, Hochschätzung
Beispiele:
ein Wort der Anerkennung sagen
in (dankbarer) Anerkennung seiner Verdienste
Anerkennung finden, verdienen, ernten, erwerben, genießen
gehoben jmdm. hohe, verdiente, seine vollste Anerkennung zollen, spenden
jmdm. für etw. seine Anerkennung ausdrücken, aussprechen
um künstlerische Anerkennung ringen
jmdm. wird Anerkennung zuteil
jmdm. die Anerkennung verweigern, versagen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

erkennen · erkenntlich · Erkenntlichkeit · Erkenntnis · anerkennen · Anerkennung
erkennen Vb. ‘deutlich sehen, wahrnehmen, unterscheiden’, Präfixverb zu ↗kennen (s. d.), ahd. irkennen (8. Jh.), mhd. erkennen ‘(er)kennen, wahrnehmen, geistig erfassen’, in der Rechtssprache seit dem 13. Jh. ‘ein Urteil fällen, entscheiden’ (das Gericht erkannte auf Geldstrafe); mnd. mnl. nl. erkennen. erkenntlich Adj. ‘erkennbar, feststellbar, dankbar’, mhd. erkentlich ‘erkennbar’, vgl. mhd. erkennelich, erkantlich; seit dem 17. Jh. auch ‘dankbar’ (sich erkenntlich zeigen); dazu Erkenntlichkeit f. ‘Erkennbarkeit, Dankbarkeit’ (15. Jh.). Erkenntnis f. ‘das Erkannte, Einsicht, das Erkennen, das Erfassen der Realität’, Erkenntnis n. ‘richterliches Urteil’, mhd. erkantnisse f. oder n.; das Geschlecht schwankt lange Zeit, bis im 18. Jh. das Neutrum für den rechtssprachlichen Begriff gültig wird. anerkennen Vb. ‘(rechtskräftig) bestätigen, würdigen, gelten lassen’; ursprünglich ein Wort der Rechtssprache, im 16. Jh. vermutlich nach lat. agnōscere gebildet, das ebenfalls im juristischen Sinne verwendet wird. Anerkennung f. ‘rechtskräftige Bestätigung, lobende Würdigung, Hochschätzung’ (Anfang 19. Jh.); Anerkennung und anerkennen im völkerrechtlichen Sinne ist von frz. reconnaissance bzw. reconnaître beeinflußt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Anerkennung · ↗Befolgung · ↗Einhaltung · ↗Einverständnis · ↗Zusage · ↗Zustimmung
Synonymgruppe
Achtung · Anerkennung · ↗Beachtung · ↗Bestätigung · ↗Bewunderung · ↗Ehrerbietung · ↗Hochachtung · ↗Respekt · ↗Wertschätzung · ↗Zuspruch  ●  ↗Rückenwind  fig.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Achtung · ↗Andacht · Anerkennung · ↗Ehre · ↗Ehrung
Assoziationen
Antonyme
  • Anerkennung
Synonymgruppe
Anerkennung · ↗Belobigung · ↗Lob · Worte der Anerkennung · ↗Würdigung · lobende Worte  ●  ↗Streicheleinheit(en)  fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
Anerkennung · ↗Beglaubigung · ↗Bescheinigung · ↗Bestätigung · ↗Beurkundung · ↗Nachweis · ↗Zertifikat · ↗Zeugnis  ●  ↗Testat  fachspr. · ↗Vidimation  geh.
Unterbegriffe
  • Arbeitszeugnis  ●  Abkehrschein  veraltet · ↗Dienstzeugnis  österr.
  • Abiturzeugnis · ↗Reifezeugnis  ●  Maturazeugnis  österr. · Maturitätszeugnis  schweiz.
  • AU-Bescheinigung  ●  Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung  Amtsdeutsch · Arztzeugnis  schweiz. · ↗Attest  veraltet · ↗Krankschreibung  Hauptform · AU  ugs., Abkürzung · ↗Krankenschein  ugs. · gelber Schein  ugs. · n' Gelber  ugs.
  • Radarpatent · Radarschifferpatent · Radarschifferzeugnis

Typische Verbindungen
computergeneriert

Achtung Bundesamt Dank Flüchtling Leistung Lob Oder-Neiße-Grenze Oder-Neiße-Linie Respekt Souveränität Verdienst aussprechen diplomatisch gebühren gegenseitig genießen gesellschaftlich international offiziell rechtlich staatlich steuerlich verdienen versagen verschaffen verweigern voll völkerrechtlich wechselseitig zollen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Anerkennung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie sei aber nicht nur eine Anerkennung seiner eigenen Arbeit.
Die Zeit, 07.10.2013 (online)
Die Anerkennung der Siege der Opposition reiche nicht mehr aus.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1997]
Die Mutter schluckte die zurechtgelegten Worte der Anerkennung wieder runter.
Ossowski, Leonie: Die große Flatter, Weinheim: Beltz & Gelberg 1986 [1977], S. 149
Daneben war es billig, für erfüllte Pflicht Anerkennung zu gewähren.
Wassermann, Jakob: Caspar Hauser, Berlin: Aufbau-Verl. 1987 [1908], S. 132
Und ich verfehle nicht, nochmals meiner Anerkennung Ausdruck zu geben.
Ernst, Otto: Appelschnut, Rostock: Hirnstoff 1989 [1907], S. 124
Zitationshilfe
„Anerkennung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Anerkennung>, abgerufen am 20.06.2019.

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