Anflug, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Anflug(e)s · Nominativ Plural: Anflüge
Aussprache
WorttrennungAn-flug (computergeneriert)
Grundformanfliegen
Wortbildung mit ›Anflug‹ als Erstglied: ↗Anflugfutter · ↗Anflugwald · ↗Anflugzeit
 ·  mit ›Anflug‹ als Letztglied: ↗Landeanflug
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
das Anfliegen
a)
Ansteuerung eines Zieles in der Luft
Beispiele:
der erste, zweite Anflug
nach dem Anflug landen
bildlich
Beispiel:
Die Dämmerung ist im Anflug (= bricht herein) [KasackStadt172]
b)
Anprall im Flug
Beispiel:
viele Vögel sterben durch Anflug an Hochspannungsleitungen
c)
Botanik Verbreitung durch Wind
Beispiel:
der Anflug von Kiefernsamen und Birkensamen, von Sporen
2.
Forstwesen aus Flugsamen entstandener Wald, Wildwuchs
Beispiel:
Ein dichter Anflug junger Fichten [StifterHochwald1,69]
3.
leise Spur, Schimmer
Beispiele:
ein Anflug von Röte
er hat einen Anflug von Bart
ein Anflug von Spott, Schmeichelei, Stolz, Hohn, Selbstironie
ein Anflug von Gram, Verzagtheit, Traurigkeit
in einem Anflug von Heiterkeit, Mut
der Anflug eines Dialekts

Thesaurus

Synonymgruppe
(ein) Etwas (von) · (ein) Stich (in) · (eine) Andeutung (von) · Anflug · ↗Hauch (von) · ↗Prise · ↗Quäntchen · ↗Schleier · ↗Spur · ↗Winzigkeit  ●  (ein) Nichts von  fig. · ↗Touch  engl. · ↗Tick (von)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Anflug (von) · ↗Anstrich · ↗Beigeschmack · ↗Geruch · ↗Touch · ↗Unterton · ↗Zwischenton (häufig: Zwischentöne) · etwas von (haben)
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arroganz Bitterkeit Galgenhumor Größenwahn Humor Ironie Koketterie Landebahn Lächeln Melancholie Neid Nostalgie Panik Resignation Sarkasmus Schadenfreude Selbstironie Selbstkritik Selbstmitleid Selbstzweifel Sentimentalität Stolz Traurigkeit Verzweiflung Wehmut Zynismus huschen leise Überheblichkeit Übermut

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Anflug‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der eine ist schon da, die anderen zwei sind im Anflug.
Bild, 07.05.2004
Kaum jemand aus seiner engeren Umgebung kann sich erinnern, je Anflüge sozialer Kompetenz an ihm bemerkt zu haben.
Süddeutsche Zeitung, 12.02.2000
Der Anflug eines belustigten Lächelns war um seinen breiten Mund zu bemerken.
Schaper, Edzard: Der Henker, Zürich: Artemis 1978 [1940], S. 138
In früheren Zeiten hatte sich der humoristische Anflug leichter, sanfter bemerkbar gemacht.
Wilson, John A.: Ägypten. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 2298
Der Baron dankte ohne einen Anflug von Ironie für das schöne Arrangement.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 928
Zitationshilfe
„Anflug“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Anflug>, abgerufen am 24.05.2019.

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