Anklang, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Anklang(e)s · Nominativ Plural: Anklänge
Aussprache
WorttrennungAn-klang (computergeneriert)
Grundformanklingen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
einzelner Zug, der Ähnlichkeit mit etw. zeigt
Beispiele:
Anklänge an alte Meister, ans Klassische, an bekannte Melodien, an eine Mundart feststellen
in seinem neuesten Werk finden wir manche Anklänge an früher Geschaffenes
2.
Anklang finden, habenZustimmung finden, gefallen
Beispiele:
der Plan, Vorschlag, Versuch fand (bei der Bevölkerung) Anklang
er hatte (allgemein, überall) Anklang
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

klingen · abklingen · anklingen · Anklang · erklingen · verklingen · kling · Kling
klingen Vb. ‘einen (hellen) Klang von sich geben, (er)tönen’, übertragen ‘sich gut anhören, gut wirken’, ahd. klingan (8. Jh.), mhd. mnd. klingen, mnl. clinghen ‘hell tönen, erschallen, rauschen, plätschern’, daneben (mit abweichender, wohl expressiver Konsonanz im Inlaut) mnl. clinken, nl. klinken, engl. (aus dem Nl.?) to clink ‘klinken’ (s. ↗Klinke, ↗Klinker). Die Formen führen auf ie. *glengh-, eine nasalierte Erweiterung der unter ↗Klage (s. d.) angegebenen Schallwurzel ie. *gal- ‘rufen, schreien’. Zum Verb sind gebildet ↗Klinge, ↗klingeln, ↗Klang (s. d.). abklingen Vb. ‘leiser werden, verklingen, schwächer werden, nachlassen’ (2. Hälfte 18. Jh.). anklingen Vb. ‘anfangen zu klingen, an etw. erinnern, mit etw. übereinstimmen’ (2. Hälfte 17. Jh.); Anklang m. ‘durch Anschlag hervorgerufener Klang, leichte Ähnlichkeit, Zustimmung, Anerkennung’ (2. Hälfte 18. Jh.). erklingen Vb. ‘hell ertönen, zu klingen beginnen’, mhd. erklingen ‘erklingen (lassen, machen)’. verklingen Vb. ‘immer leiser werden und allmählich aufhören zu klingen’ (2. Hälfte 18. Jh.). kling Interjektion für einen hellen Ton (besonders beim Gläserklang), Schallwort zum Verb, mhd. klingā klinc!, auch in der Doppelung kling kling (17. Jh.), kling ling ling (18. Jh.); mit Sekundärablaut kling klang (Goethe). Substantivisch Kling m. ‘heller Klang’, mhd. klinc. Entsprechend Klingklang m.

Thesaurus

Synonymgruppe
Anklang · ↗Vorgeschmack · ↗Vorzeichen
Assoziationen
Synonymgruppe
Anklang · ↗Sympathie · ↗Zustimmung
Assoziationen
  • (es gibt) (viel) Beifall für · (gut) angenommen werden · (jemandem) angenehm (sein) · ↗(jemandem) behagen · ↗(jemandem) gefallen · ↗(jemandem) passen · (jemandem) sympathisch sein · Anklang finden (bei) · Gefallen finden (an) · Zuspruch erfahren · Zuspruch finden · akzeptiert werden · auf Gegenliebe stoßen · auf Resonanz stoßen (bei) · auf Sympathie stoßen · auf Zustimmung treffen · begrüßt werden · freundlich aufgenommen werden · nach jemandes Geschmack sein · positiv aufgenommen werden · ↗zusagen  ●  auf fruchtbaren Boden fallen (Vorschlag, Idee)  fig. · ↗(jemandem) konvenieren  geh. · gut ankommen (bei)  ugs.
  • (...) der Herzen (sein) · (allgemein) beliebt (sein) · (jemandem) fliegen die Herzen zu · ↗Sympathieträger · ganz oben auf der Beliebtheitsskala (mediensprachl.) · gemocht werden · gern gesehen (sein) · umschwärmt (werden) · umworben werden  ●  Everybody's Darling  ugs., engl. · Sympathiebolzen  ugs. · ganz oben auf der Liste (der ....) stehen  ugs. · in jemandes Gunst (stehen)  geh. · ↗wohlgelitten (sein)  geh.
Synonymgruppe
Affinität · Anklang · ↗Reminiszenz
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anspielung Folklore Kundschaft Strauß Volksmusik antisemitisch autobiographisch barock begeistert besonder biblisch erfinden erhofft fatal finden folkloristisch groß heraushören lautlich lebhaft leise mitschwingen motivisch orientalisch reg sprachlich stilistisch tilgen unverkennbar unüberhörbar

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Anklang‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In Frankreich wurde dann Orange daraus, vermutlich wegen des Anklangs an "Or" (Gold).
Die Welt, 17.08.2005
Plötzlich waren alle ganz verrückt darauf, zu Anklängen an die zwanziger Jahre zu tanzen.
Süddeutsche Zeitung, 09.09.1999
Motivische Anklänge verbinden nach Art der älteren Suite oft die einzelnen Tänze.
Sietz, Reinhold: Fischer. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1955], S. 13004
Die meisten wurden unbeachtet gelassen, nur einer fand einstimmigen Anklang.
Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464
Der leise schwäbische Anklang, der diese Worte begleitete, machte diese noch anheimelnder.
Ury, Else: Nesthäkchen fliegt aus dem Nest, Stuttgart: K. Thienemanns 1997 [1920], S. 82
Zitationshilfe
„Anklang“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Anklang>, abgerufen am 21.04.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
anklammern
Anklagezustand
Anklagevertretung
Anklagevertreter
Anklageschrift
anklatschen
ankleben
ankleckern
Ankleidekabine
ankleiden