Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Annehmlichkeit, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Annehmlichkeit · Nominativ Plural: Annehmlichkeiten
Aussprache 
Worttrennung An-nehm-lich-keit
Wortzerlegung annehmlich -keit
eWDG

Bedeutung

Bequemlichkeit, kleiner Vorteil
Beispiele:
die Annehmlichkeiten des Lebens, der Welt
sich manche Annehmlichkeit leisten können
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

angenehm · (Un)annehmlichkeit
angenehm Adj. ‘erfreulich, wohltuend, willkommen’. Der Bildung spätmhd. (md.) angenēme gehen ahd. nāmi (9. Jh.), gināmi (Hs. 12. Jh.), mhd. genæme, (md.) genēme (s. genehm) und gleichbed. mhd. annæme ‘annehmbar, angenehm’ (vgl. nhd. (Un)annehmlichkeit f. 17. Jh.) voraus, Verbaladjektive zu dem unter nehmen (s. d.) behandelten Verb bzw. zu präfigiertem annehmen, eigentlich ‘was zu nehmen ist, annehmbar, was man gern (an)nimmt’. Das Adjektiv findet, begünstigt durch die Kanzleisprache und durch häufiges Vorkommen in Luthers Bibelübersetzung, schnell Verbreitung. In der Kaufmannssprache entwickelt sich angenehm im 17. Jh. zu ‘gesucht, begehrt’ in bezug auf Waren. Die heutige Bedeutung ist wesentlich beeinflußt von Kant; nach ihm ist angenehm ‘was den Sinnen in der Empfindung gefällt’.

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Annehmbarkeit · Annehmlichkeit · Lombardfähigkeit

Typische Verbindungen zu ›Annehmlichkeit‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Annehmlichkeit‹.

Verwendungsbeispiele für ›Annehmlichkeit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das hieße allen Annehmlichkeiten des Lebens entsagen, ein ewig gehetztes Dasein führen! [Bredel, Willi: Die Väter. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelausgaben, Bd. 7, Berlin: Aufbau-Verl. 1973 [1946], S. 149]
Naturgemäß leben, das heißt nicht, auf alle kleinen Annehmlichkeiten des Lebens verzichten. [Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 421]
Das lädt dazu ein, sie für kleine Annehmlichkeiten unverhältnismäßig viel zahlen zu lassen. [Die Zeit, 06.07.2013, Nr. 26]
Doch sie würde auf diese Annehmlichkeiten gerne verzichten, wenn sich dadurch der Ruf der Villa verbessern würde. [Die Zeit, 18.03.2013, Nr. 11]
Er beraubt sie also in den meisten Fällen einer Annehmlichkeit. [Lehmann, Arthur-Heinz: Mensch, sei positiv dagegen!, Dresden: Heyne 1939 [1939], S. 108]
Zitationshilfe
„Annehmlichkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Annehmlichkeit>.

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