Anonymität, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Anonymität · Nominativ Plural: Anonymitäten
Aussprache
WorttrennungAno-ny-mi-tät (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben das Verschweigen des Namens
Beispiele:
die Anonymität wahren
sich in Anonymität hüllen (= ungenannt bleiben)
so hatte die Schildknecht ... sich nicht enthalten können, die Anonymität zu lüften [Th. MannZauberb.2,428]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

anonym · Anonymität
anonym Adj. ‘ohne Namensangabe, namenlos, ungenannt’, besonders vom Verfasser eines Schriftwerkes. Anfang des 18. Jhs. werden zu dem in der Gelehrtensprache schon ein Jh. früher geläufigen Substantiv Anonymus m. ‘Ungenannter’ die Adjektive anonymisch (nur 18. Jh.) und, wohl von frz. anonyme beeinflußt, anonym hinzugebildet. Sie alle sind über gleichbed. spätlat. anōnymos, anōnymus aus griech. anṓnymos (ἀνώνυμος) entlehnt, das, mit verneinendem a- bzw. an- vor Vokal (ἀ- privativum) zu griech. ónyma (ὄνυμα), einer Nebenform von ónoma (ὄνομα) ‘Name’ (s. ↗Name), gebildet, wörtlich ‘nicht Namen habend’ bedeutet. Dazu Anonymität f. ‘Verschweigen des Namens, Namenlosigkeit’ (2. Hälfte 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Anonymität · ↗Namenlosigkeit · Unbekanntheit
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Datensicherheit Deckmantel Diskretion Dunkel Großstadt Massenuniversität Rampenlicht Schutz Sparbuch Sparkonto Spender Vertraulichkeit Wahrung Wertpapier-Konto Wertpapierkonto Zusicherung abtauchen gewahren gewährleisten großstädtisch herausheben herausholen heraustreten lüften schützend untertauchen versinken wahren zugesichert zusichern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Anonymität‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Ursache ist die Anonymität, die das World Wide Web demjenigen gewährleistet, der unentdeckt bleiben will.
Der Tagesspiegel, 22.07.1998
Mein Büro ist hier und die Anonymität in New York war uns wichtig.
Süddeutsche Zeitung, 06.05.1996
Die meisten von ihnen waren durch die Anonymität der Uniform verborgen, begingen ihre Verbrechen und verschwanden wieder.
o. A.: Siebzigster Tag. Donnerstag, den 28. Februar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 2953
Anonymität war die Regel, das Werk stand für sich selbst.
o. A.: Lexikon der Kunst - B. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 7991
Mit der Anonymität jener Zeitschrift sind wir geistig geworden, seit hundert Jahren zum ersten Male wieder.
Rubiner, Ludwig: Die Anonymen. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 15586
Zitationshilfe
„Anonymität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Anonymität>, abgerufen am 18.02.2019.

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