Antenne, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Antenne · Nominativ Plural: Antennen
Aussprache
WorttrennungAn-ten-ne
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Antenne‹ als Erstglied: ↗Antennenanlage · ↗Antennendraht · ↗Antennenlitze · ↗Antennenmast · ↗Antennenstab
 ·  mit ›Antenne‹ als Letztglied: ↗Außenantenne · ↗Dachantenne · ↗Dipolantenne · ↗Empfangsantenne · ↗Fernsehantenne · ↗Ferritantenne · ↗Gemeinschaftsantenne · ↗Hochantenne · ↗Parabolantenne · ↗Parabolspiegelantenne · ↗Rahmenantenne · ↗Richtfunkantenne · ↗Rundfunkantenne · ↗Sendeantenne · ↗Stabantenne · ↗Zimmerantenne
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Vorrichtung zum Ausstrahlen oder Empfangen elektromagnetischer Wellen
Beispiele:
eine Antenne ziehen
die Antenne erden, einstellen
bildlich
Beispiel:
salopp er hat die richtige Antenne (= das richtige Gefühl, die richtige Einschätzung) dafür gehabt
2.
Zoologie Fühler der Gliedertiere
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Antenne f. Vorrichtung zum Senden und Empfangen elektromagnetischer Wellen. Lat. antemna, spätlat. antenna ist in viele europ. Sprachen eingegangen. Es bedeutet ursprünglich ‘Segelstange, Rahe’, nimmt aber in der lat. Wissenschaftssprache des ausgehenden 15. Jhs. die Bedeutung ‘Fühler, Fühlhorn’ an. Im Dt. ist Antenne seit dem ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jh. in beiden Bedeutungen nachweisbar. Ende des 19. Jhs. gibt der Italiener Marconi, der Erfinder der drahtlosen Telegraphie, dem ital. antenna (‘Segelstange, Rahe, Fühlhorn’) seine heutige funktechnische Bedeutung; vgl. Trier in: Festschr. H. Moser (1969) 198. In diesem Sinne wird das Wort um 1900 zum zweiten Mal ins Dt. entlehnt und Bestandteil der Allgemeinsprache.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antenne Basisstation Dach Empfang Empfangsgerät Fernsehturm Fuchsschwanz Kabel Mast Mikrochip Radio Radiosender Satellit Satellitenschüssel Trauerflor abknicken abstrahlen angebracht ausfahren ausgefahren eingebaut empfangen erden extern fein installieren montieren montiert ragen terrestrisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Antenne‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Fünf Antennen auf dem Heck - wie bei Bush - hat sie noch nicht.
Bild, 04.06.2003
Erfolglos ist indes bis heute die Suche nach den Antennen für süß und bitter.
Der Tagesspiegel, 01.02.2000
Aus dem Dach des riesigen kastenförmigen Aufbaus ragte der abgebrochene Stumpf einer Antenne.
Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 909
Die Stationen verfügen neben den Antennen jeweils noch über sehr präzise funktionierende Uhren.
o. A. [ajh]: Blitzortungssystem. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1992]
Lisa kramte das Telefon heraus, dabei verhedderte sich die Antenne.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 120
Zitationshilfe
„Antenne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Antenne>, abgerufen am 14.11.2018.

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