Antimaterie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Antimaterie · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungAn-ti-ma-te-rie
Wortzerlegunganti-Materie
Rechtschreibregeln§ 45 (1)
DWDS-Vollartikel, 2019

Bedeutung

Kernphysik aus Antiteilchen bestehende, natürlicherweise nicht vorkommende Materie
Beispiele:
Nach der gängigen Theorie ist Anti-Materie das genaue Spiegelbild von Materie. [Spiegel, 24.10.2017 (online)]
Physiker haben inzwischen eine wahre Meisterschaft darin entwickelt, mit gewaltigen Beschleuniger-Anlagen Antimaterie zu erzeugen, einzufangen und zu untersuchen. [Süddeutsche Zeitung, 21.12.2016]
Zur Messung der heiklen Anti-Materie – sie zerstrahlt in Kontakt mit Materie augenblicklich zu reiner Energie – griffen die Forscher zu einem Trick: Sie ersetzten eines der beiden Elektronen eines Helium-Atoms durch ein Anti-Proton. [Der Standard, 26.06.2006]
Ein Kilogramm Anti-Materie und ein Kilo Materie würden eine Energie freisetzen, die dem jährlichen Output von 500 Atomkraftwerken oder der Sprengkraft von 4.200 Megatonnen TNT entspricht. [Der Standard, 19.09.2002]
Theorie und Experiment haben bewiesen, daß jedes Elementarteilchen einen Doppelgänger hat – ein Teilchen mit denselben Eigenschaften, außer, sagen wir, der Ladung und dem Spin. Teilchen und Antiteilchen vergleicht man oft mit einem Paar Handschuhe. Die »Antiwelt« ist ein Spiegelbild der Welt, das jedoch real existiert. Als erster beobachtete Akademiemitglied Skobelzyn ein Teilchen der Antimaterie in kosmischen Strahlen. [Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 302]
Vor allem aber fand sich bei diesen Experimenten auch ein negativ-elektrisches Proton, so daß man allgemein von Materie und Antimaterie spricht, die sich durch das Vorzeichen der elektrischen Ladung und den Drehsinn ihres Drehimpulses, den »Spin«, unterscheiden. [Gerlach, Walther: Neue Wissenschaft – Physik und Chemie. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000, S. 14693. Zitiert nach: Gerlach, Walther: Neue Wissenschaft – Physik und Chemie. In: Propyläen Weltgeschichte, Bd. 9, Berlin: Propyläen-Verl. 1960.]
Kollokationen:
als Akkusativobjekt: Antimaterie erzeugen
in Präpositionalgruppe/-objekt: Symmetrie zwischen Materie und Antimaterie; Galaxien, Atome aus Antimaterie
hat Präpositionalgruppe/-objekt: Antimaterie im Universum, im Weltall
in Koordination: Materie und Antimaterie

Typische Verbindungen zu ›Antimaterie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Asymmetrie Atom Eigenschaft Existenz Galaxie Galaxis Loch Materie Menge Symmetrie Ungleichgewicht Universum Unterschied Urknall Weltall erzeugen herstellen unterscheiden verhalten vernichten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Antimaterie‹.

Zitationshilfe
„Antimaterie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Antimaterie>, abgerufen am 23.02.2020.

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