Antipathie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungAn-ti-pa-thie
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Antipathie‹ als Erstglied: ↗antipathisch
eWDG, 1967

Bedeutung

Abneigung, Widerwille
Gegenwort zu Sympathie
Beispiele:
eine persönliche, heftige, unüberwindliche, besondere Antipathie gegen jmdn., etw. haben
diese Antipathie beruht auf Gegenseitigkeit
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Antipathie f. ‘starke Abneigung, Widerwille’, entlehnt aus lat. antipathīa, griech. antipátheia (ἀντιπάθεια) ‘Gegensatz, Gegenwirkung, Gefühl der Abneigung’, einer Substantivbildung zu griech. antipathḗs (ἀντιπαθής) ‘entgegengesetzte Gefühle, Eigenschaften besitzend, entgegenwirkend’, einer präfigierten Bildung (s. ↗anti-) zu griech. páthos (πάθος) ‘Gemütsbewegung, Zustand’ (s. ↗Pathos). Der Übernahme der lat. Form Antipathia (2. Hälfte 16. Jh., gelegentlich noch Anfang des 18. Jhs. so gebraucht) folgt die Eindeutschung Antipathie (2. Hälfte 17. Jh.). Das Substantiv bezeichnet zunächst eine „natürliche Feindschafft unterschiedlicher Cörper, die gar nicht miteinander bestehen können“ (Marperger 1712), meint also sowohl die feindselige Abneigung als auch (wie heute nicht mehr üblich) den schädigenden Einfluß, den Dinge oder Lebewesen aufeinander ausüben können, die Unverträglichkeit, die zwischen ihnen besteht.

Thesaurus

Synonymgruppe
Abneigung · ↗Animosität · Antipathie · ↗Feindlichkeit · ↗Feindschaft · ↗Feindseligkeit · feindselige Einstellung
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
(einen) Horror (haben vor) · ↗(moralische) Abscheu · ↗(moralischer) Ekel · (starke) Antipathie · ↗Abneigung · ↗Aversion · ↗Widerstreben · ↗Widerwillen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausdruck Jude Mißtrauen Sympathie Vorliebe Vorurteil ausgeprägt begegnen beruhen empfinden entwickeln erzeugen gegenseitig gewiss heftig hegen herzlich persönlich pflegen rühren spontan spüren tief umschlagen unverhohlen verbergen verbinden verstärken wachsend überwinden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Antipathie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er rief sie auf, persönliche Antipathien aus dem Spiel zu lassen.
Die Zeit, 21.12.2012 (online)
Zwar nähern sich die beiden Organisationen mittlerweile inhaltlich vorsichtig aneinander an, doch die Antipathie zwischen ihren Chefs bleibt offenbar weiter bestehen.
Süddeutsche Zeitung, 12.06.1996
Für Zola blieb ihr zu wenig Zeit, ihre Antipathie gegen ihn wurde deutlich.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1957. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1957], S. 1024
Zwischen mir und dem ewig nörgelnden Freiersleben war eine unüberbrückbare Antipathie eingetreten.
Corinth, Lovis: Selbstbiographie. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1926], S. 30219
Dann wählte ich meine Opfer nach Sympathie und Antipathie aus.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 935
Zitationshilfe
„Antipathie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Antipathie>, abgerufen am 16.12.2018.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
antiparlamentarisch
Antipanzermine
Antiozonant
Antiozonans
antioxidantieren
antipathisch
Antipersonenmine
Antiphlogistikum
antiphlogistisch
Antiphon