Antipode, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungAn-ti-po-de
HerkunftGriechisch
Wortzerlegunganti--pode
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Geografie auf dem entgegengesetzten Punkt der Erde lebender Mensch
2.
übertragen auf entgegengesetztem Standpunkt stehender Mensch
Beispiel:
sie waren ausgesprochene Antipoden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Antipode m. ‘auf entgegengesetztem Standpunkt stehender Mensch, Widersacher’, nur noch selten ‘Bewohner des gegenüberliegenden Punktes der Erde’, als geographischer Begriff entlehnt (Mitte 16. Jh.) aus lat. antipodes (Plur.), griech. antípodes (ἀντιποδες) ‘Gegenfüßler’, einer Substantivierung des Adjektivs antípūs (ἀντίπους) ‘mit entgegengekehrten Füßen’; vgl. griech. pūs (πούς) ‘Fuß’ und s. ↗anti-. Im Dt. anfangs oft in der lat. flektierten Pluralform Antipodes; seit Anfang des 18. Jhs. zunehmend in übertragenem Sinne gebraucht. Der ursprünglichen Bedeutung liegt die Vorstellung zugrunde, daß bei Kugelgestalt der Erde die Bewohner des gegenüberliegenden Punktes ‘mit den Füßen entgegen’ stehen.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gegensatz Moderne Zeitgenosse aufbauen begreifen beid bilden eigentlich einstig ewig extrem gegenüberstehen geistig geln ideologisch klassisch künstlerisch link literarisch natürlich optisch philosophisch politisch scheinbar stilistisch unversöhnlich vermeintlich wahr

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Antipode‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nun sind Interviews eine bevorzugte Äußerungsform von Politikern, den Antipoden der Poeten.
Süddeutsche Zeitung, 07.12.1994
In der Lösung bleibt der Antipode der natürlichen Säure fast unangegriffen.
Langenbeck, Wolfgang: Lehrbuch der Organischen Chemie, Dresden: Steinkopff 1938, S. 303
So wird Luther der Antipode zu allen Lehren, die mit dem Naturrecht verbunden sind.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1936, S. 399
Bleiben nicht in allen Ländern Antipoden dieser Art genug übrig?
Goldfriedrich, Johann: Geschichte des Deutschen Buchhandels vom Beginn der klassischen Litteraturperiode bis zum Beginn der Fremdherrschaft. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1909], S. 21885
Er und Kohl galten politisch und charakterlich als Antipoden schlechthin.
Die Welt, 07.02.2000
Zitationshilfe
„Antipode“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Antipode>, abgerufen am 16.12.2018.

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