Apfel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Apfels · Nominativ Plural: Äpfel
Aussprache
WorttrennungAp-fel
Wortbildung mit ›Apfel‹ als Erstglied: ↗Apfelauflauf · ↗Apfelbaum · ↗Apfelblüte · ↗Apfelbäckchen · ↗Apfelcreme · ↗Apfelcrème · ↗Apfelessig · ↗Apfelgehäuse · ↗Apfelgelee · ↗Apfelgriebs · ↗Apfelkern · ↗Apfelkorn · ↗Apfelkuchen · ↗Apfelmost · ↗Apfelmus · ↗Apfelmännchen · ↗Apfelpfannkuchen · ↗Apfelquitte · ↗Apfelreis · ↗Apfelring · ↗Apfelsaft · ↗Apfelschale · ↗Apfelscheibe · ↗Apfelschimmel · ↗Apfelsorte · ↗Apfelstrudel · ↗Apfelsäure · ↗Apfeltasche · ↗Apfeltee · ↗Apfelwein · ↗Apfelwickler · ↗apfelartig
 ·  mit ›Apfel‹ als Letztglied: ↗Adamsapfel · ↗Augapfel · ↗Augustapfel · ↗Backapfel · ↗Bratapfel · ↗Erdapfel · ↗Fallapfel · ↗Gallapfel · ↗Granatapfel · ↗Holzapfel · ↗Kienapfel · ↗Klarapfel · ↗Liebesapfel · ↗Paradeisapfel · ↗Paradiesapfel · ↗Pferdeapfel · ↗Reichsapfel · ↗Spätapfel · ↗Stechapfel · ↗Winterapfel · ↗Zankapfel
 ·  mit ›Apfel‹ als Grundform: ↗äpfeln
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Frucht des Apfelbaums
Beispiele:
ein reifer, rotbackiger, grüner, runder, kandierter, gebratener, geriebener, fauler, schrumpliger, wurmstichiger Apfel
ein Weihnachtsbaum mit vergoldeten Äpfeln und Nüssen
die Äpfel (vom Baum) pflücken, schütteln
in den Apfel hineinbeißen
einen Apfel schälen, in Scheiben schneiden
Apfel im Schlafrock (= Gebäck)
der Apfel der Eva, des Paris
bildlich
Beispiele:
umgangssprachlich es war (in der Versammlung) so voll, dass kein Apfel zu Boden, zur Erde fallen konnte
sprichwörtlich der Apfel fällt nicht weit vom Stamm (= die Kinder werden wie die Eltern)
er muss in den sauren Apfel beißen (= muss etwas notgedrungen tun)
gehoben, sprichwörtlich von dem Apfel der Erkenntnis essen (= wissend werden)
2.
umgangssprachlich Apfelbaum
Beispiel:
dieser Apfel blüht früh, trägt besonders gut
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Apfel · Apfelbaum · Apfelschimmel
Apfel m. Der Name des zu den Rosengewächsen gehörigen Obstbaums sowie seiner kugeligen Frucht tritt, wenn auch mit abweichender Stammbildung, in allen germ. Sprachen auf, ahd. aphul (9. Jh.), mhd. apfel, asächs. (in Zusammensetzungen) appul, mnd. mnl. nl. appel, aengl. æppel, engl. apple, anord. epli, schwed. äpple, krimgot. apel. Dazu stellen sich die kelt. sowie balt. und slaw. Verwandten air. ubull (neben mir. aball ‘Apfelbaum’), lit. obuolỹs, óbuolas, óbalas (neben obelìs ‘Apfelbaum’), kslaw. (j)ablъko, russ. jábloko (яблоко) und der osk. Name der wegen ihrer Apfelzucht berühmten antiken kampanischen Stadt Abella. Eine einheitliche ie. Grundform läßt sich nicht erschließen. Die germ. und kelt. Formen führen im wesentlichen auf ie. *ab(a)l-, *ablu-, während die balt. und slaw. Formen Länge des Anlauts, zum Teil auch des zweiten Vokals zeigen, also auf ie. *ābō̌l-, *ābel-, *āblu- weisen. Zugrunde liegt ein alter konsonantischer l-Stamm. Im Gegensatz zu den Bezeichnungen für andere Früchte, die mit der römischen Kultur des Obstanbaus aus dem Lat. übernommen werden (s. ↗Birne, ↗Kirsche, ↗Pflaume), ist hier (vielleicht wegen des Vorhandenseins veredelter Sorten in Nordeuropa bereits in vorrömischer Zeit) das germ. Wort erhalten geblieben; vgl. Hoops Waldbäume (1905) 477 ff. Apfelbaum m. mhd. apfelboum (13. Jh.) löst die ältere Bezeichnung ahd. affaltar m. (8. Jh.), affoltra f. (9. Jh.), mhd. apfalter, affalter ab, vgl. auch asächs. apuldra, aengl. apulder, apuldre f. m., anord. apaldr (zu dem in Baumnamen auftretenden Suffix germ. -ðra-, -ðrō s. ↗Holunder und ↗Teer). Der Übergang wird in ahd. affalterboum (11. Jh.) sichtbar. Apfelschimmel m. ‘weißes Pferd mit grauen, apfelähnlichen Flecken’, seit Ende des 17. Jhs. bezeugt; voraus geht die Umschreibung apfelgraues Roß, Pferd mit Hilfe des Adjektivs ahd. aphulgrāo (Hs. 12. Jh.), mhd. apfelgrā, asächs. appulgrē, anord. apalgrār.

Thesaurus

Synonymgruppe
Apfel  ●  ↗Apfelfrucht  fachspr. · Paradiesfrucht  geh., dichterisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Hausener Graue Renette · Zabergäu · Zabergäurenette
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Apfelsine Aprikose Banane Birne Erdbeere Gurke Karotte Kartoffel Kirsche Möhre Nuß Orange Pfirsich Pflaume Stilleben Tomate Traube Weintraube Zwiebel angebissen beißen essen faul geschält pflücken reif sauer schälen vergiftet vergleichen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Apfel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein Apfel ist für mich zum Essen interessant, zum Malen nicht.
Die Welt, 08.02.2002
Aber ich fange mit dem Messer wirklich an, meinen Apfel zu schälen.
Hannover, Heinrich: Die Republik vor Gericht 1954 - 1974, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1998], S. 303
Für ihn war die Abgabe so verdammenswert wie das Verteilen von Äpfeln.
Der Tagesspiegel, 07.07.1998
Ernst, ich möchte aber noch wissen, ob denn die Äpfel noch eßbar waren.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 12.03.1942, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Die Äpfel, die es nämlich hier gibt, kommen von Frankreich.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 20.01.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Apfel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Apfel>, abgerufen am 15.10.2019.

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