Apfel, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Apfels · Nominativ Plural: Äpfel
Aussprache  [ˈapfl̩]
Worttrennung Ap-fel

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. Frucht des Apfelbaums
    1. [bildlich] ...
  2. 2. [umgangssprachlich] Apfelbaum
eWDG

Bedeutungen

1.
Frucht des Apfelbaums
Beispiele:
ein reifer, rotbackiger, grüner, runder, kandierter, gebratener, geriebener, fauler, schrumpliger, wurmstichiger Apfel
ein Weihnachtsbaum mit vergoldeten Äpfeln und Nüssen
die Äpfel (vom Baum) pflücken, schütteln
in den Apfel hineinbeißen
einen Apfel schälen, in Scheiben schneiden
Apfel im Schlafrock (= Gebäck)
der Apfel der Eva, des Paris
bildlich
Beispiele:
umgangssprachliches war (in der Versammlung) so voll, dass kein Apfel zu Boden, zur Erde fallen konnte
sprichwörtlichder Apfel fällt nicht weit vom Stamm (= die Kinder werden wie die Eltern)
er muss in den sauren Apfel beißen (= muss etwas notgedrungen tun)
gehoben, sprichwörtlichvon dem Apfel der Erkenntnis essen (= wissend werden)
2.
umgangssprachlich Apfelbaum
Beispiel:
dieser Apfel blüht früh, trägt besonders gut
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Apfel · Apfelbaum · Apfelschimmel
Apfel m. Der Name des zu den Rosengewächsen gehörigen Obstbaums sowie seiner kugeligen Frucht tritt, wenn auch mit abweichender Stammbildung, in allen germ. Sprachen auf, ahd. aphul (9. Jh.), mhd. apfel, asächs. (in Zusammensetzungen) appul, mnd. mnl. nl. appel, aengl. æppel, engl. apple, anord. epli, schwed. äpple, krimgot. apel. Dazu stellen sich die kelt. sowie balt. und slaw. Verwandten air. ubull (neben mir. aball ‘Apfelbaum’), lit. obuolỹs, óbuolas, óbalas (neben obelìs ‘Apfelbaum’), kslaw. (j)ablъko, russ. jábloko (яблоко) und der osk. Name der wegen ihrer Apfelzucht berühmten antiken kampanischen Stadt Abella. Eine einheitliche ie. Grundform läßt sich nicht erschließen. Die germ. und kelt. Formen führen im wesentlichen auf ie. *ab(a)l-, *ablu-, während die balt. und slaw. Formen Länge des Anlauts, zum Teil auch des zweiten Vokals zeigen, also auf ie. *ābō̌l-, *ābel-, *āblu- weisen. Zugrunde liegt ein alter konsonantischer l-Stamm. Im Gegensatz zu den Bezeichnungen für andere Früchte, die mit der römischen Kultur des Obstanbaus aus dem Lat. übernommen werden (s. Birne, Kirsche, Pflaume), ist hier (vielleicht wegen des Vorhandenseins veredelter Sorten in Nordeuropa bereits in vorrömischer Zeit) das germ. Wort erhalten geblieben; vgl. Hoops Waldbäume (1905) 477 ff. Apfelbaum m. mhd. apfelboum (13. Jh.) löst die ältere Bezeichnung ahd. affaltar m. (8. Jh.), affoltra f. (9. Jh.), mhd. apfalter, affalter ab, vgl. auch asächs. apuldra, aengl. apulder, apuldre f. m., anord. apaldr (zu dem in Baumnamen auftretenden Suffix germ. -ðra-, -ðrō s. Holunder und Teer). Der Übergang wird in ahd. affalterboum (11. Jh.) sichtbar. Apfelschimmel m. ‘weißes Pferd mit grauen, apfelähnlichen Flecken’, seit Ende des 17. Jhs. bezeugt; voraus geht die Umschreibung apfelgraues Roß, Pferd mit Hilfe des Adjektivs ahd. aphulgrāo (Hs. 12. Jh.), mhd. apfelgrā, asächs. appulgrē, anord. apalgrār.

Thesaurus

Synonymgruppe
Apfel  ●  Apfelfrucht  fachspr. · Paradiesfrucht  geh., dichterisch
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Apfel‹ (berechnet)

Eris Hesperide Hofreite Streuobstwiese angebissen ernten essen faul faulig geerntet geraspelt gerieben geschält gewaschen golden kandiert knackig pflücken reif rotbackig sauer schmecken schälen säuerlich ungespritzt unreif verfault vergiftet vergleichen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Apfel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Apfel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber ich fange mit dem Messer wirklich an, meinen Apfel zu schälen. [Hannover, Heinrich: Die Republik vor Gericht 1954 - 1974, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1998], S. 303]
Die Äpfel – gegebenenfalls in 2 Portionen – darin gar ziehen lassen. [o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 158]
Die Kerne des Apfels sind die Knochen, die Schale ist die Haut. [Schädel, E.: Das Sprechenlernen unserer Kinder, Leipzig: Brandstetter 1905, S. 52]
Aber der Glaube an das Gute im Apfel war damals noch grenzenlos. [Die Zeit, 01.08.1997, Nr. 32]
Das war für mich ein ziemlich saurer Apfel, in den ich aber beißen mußte. [konkret, 1997]
Zitationshilfe
„Apfel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Apfel>.

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