Apfelbaum, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungAp-fel-baum (computergeneriert)
WortzerlegungApfelBaum
eWDG, 1967

Bedeutung

weitverbreiteter, rötlichweiß blühender Obstbaum, dessen runde, wohlschmeckende Früchte ein Kerngehäuse haben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Apfel · Apfelbaum · Apfelschimmel
Apfel m. Der Name des zu den Rosengewächsen gehörigen Obstbaums sowie seiner kugeligen Frucht tritt, wenn auch mit abweichender Stammbildung, in allen germ. Sprachen auf, ahd. aphul (9. Jh.), mhd. apfel, asächs. (in Zusammensetzungen) appul, mnd. mnl. nl. appel, aengl. æppel, engl. apple, anord. epli, schwed. äpple, krimgot. apel. Dazu stellen sich die kelt. sowie balt. und slaw. Verwandten air. ubull (neben mir. aball ‘Apfelbaum’), lit. obuolỹs, óbuolas, óbalas (neben obelìs ‘Apfelbaum’), kslaw. (j)ablъko, russ. jábloko (яблоко) und der osk. Name der wegen ihrer Apfelzucht berühmten antiken kampanischen Stadt Abella. Eine einheitliche ie. Grundform läßt sich nicht erschließen. Die germ. und kelt. Formen führen im wesentlichen auf ie. *ab(a)l-, *ablu-, während die balt. und slaw. Formen Länge des Anlauts, zum Teil auch des zweiten Vokals zeigen, also auf ie. *ābō̌l-, *ābel-, *āblu- weisen. Zugrunde liegt ein alter konsonantischer l-Stamm. Im Gegensatz zu den Bezeichnungen für andere Früchte, die mit der römischen Kultur des Obstanbaus aus dem Lat. übernommen werden (s. ↗Birne, ↗Kirsche, ↗Pflaume), ist hier (vielleicht wegen des Vorhandenseins veredelter Sorten in Nordeuropa bereits in vorrömischer Zeit) das germ. Wort erhalten geblieben; vgl. Hoops Waldbäume (1905) 477 ff. Apfelbaum m. mhd. apfelboum (13. Jh.) löst die ältere Bezeichnung ahd. affaltar m. (8. Jh.), affoltra f. (9. Jh.), mhd. apfalter, affalter ab, vgl. auch asächs. apuldra, aengl. apulder, apuldre f. m., anord. apaldr (zu dem in Baumnamen auftretenden Suffix germ. -ðra-, -ðrō s. ↗Holunder und ↗Teer). Der Übergang wird in ahd. affalterboum (11. Jh.) sichtbar. Apfelschimmel m. ‘weißes Pferd mit grauen, apfelähnlichen Flecken’, seit Ende des 17. Jhs. bezeugt; voraus geht die Umschreibung apfelgraues Roß, Pferd mit Hilfe des Adjektivs ahd. aphulgrāo (Hs. 12. Jh.), mhd. apfelgrā, asächs. appulgrē, anord. apalgrār.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Allee Apfel Ast Blüte Bodensee Erdbeere Frucht Garten Kirschbaum Krone Pappel Rose Schatten Schaukel Stamm Weide Wiese Zweig anpflanzen blühen blühend gedeihen gepflanzt hangen hocken knorrig pflanzen schütteln verändert wild

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Apfelbaum‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zwei Apfelbäume stehen noch, weitere alte Sorten sollen angepflanzt werden.
Der Tagesspiegel, 07.03.2005
Soll ich als Mann heute Nacht nackend einen Apfelbaum schütteln?
Bild, 31.12.1999
In Japan blühen die Apfelbäume so schön wie in keinem anderen Lande.
Altenberg, Peter: Was der Tag mir zuträgt. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1901], S. 733
Auf einer Bank unter einem blühenden Apfelbaum saßen ein Mann und eine Frau.
Dohm, Hedwig: Christa Ruland. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 10104
Wenn es in den alten Äpfelbäumen rauscht, ist es anders.
Altenberg, Peter: Märchen des Lebens. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1908], S. 6301
Zitationshilfe
„Apfelbaum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Apfelbaum>, abgerufen am 23.05.2019.

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