Applaus, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Applauses · Nominativ Plural: Applause · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Ap-plaus
Wortbildung  mit ›Applaus‹ als Letztglied: Achtungsapplaus · Schlussapplaus · Szenenapplaus · Zwischenapplaus
Herkunft aus applaususspätlat ‘das Beifallklatschen’
eWDG

Bedeutung

Beifall
Beispiele:
brausender, donnernder, lebhafter, reichlicher, stürmischer, tosender Applaus
der Applaus setzte ein, wollte kein Ende nehmen, verrauschte, ebbte ab
(großen) Applaus bekommen, erhalten
gehoben(großen) Applaus ernten, spenden
gehobenin den allgemeinen Applaus einstimmen
etw. mit großem Applaus aufnehmen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

applaudieren · Applaus
applaudieren Vb. ‘Beifall spenden’. Im Anschluß an lat. applaudere ‘anschlagen, Beifall klatschen’ (vgl. lat. plaudere, plausum ‘schlagen, (Beifall) klatschen’, s. plausibel, und ad- ‘zu, an, hin(zu), heran, herbei’) erscheint die mit dem für Verben fremder Herkunft gebräuchlichen Suffix -ieren gebildete, durch mfrz. frz. applaudir gestützte Form im Dt. des 16. Jhs., zunächst allgemein für ‘Zustimmung bekunden’, seit dem 18. Jh. vorwiegend mit Bezug auf das Theater. Applaus m. ‘Beifall’ (Mitte 18. Jh.), aus spätlat. applausus ‘das Beifallklatschen’, lat. ‘das Anschlagen’, zu lat. applaudere (s. oben), zuvor (17. bis Ende 18. Jh.) in lat. Form Applausus.

Thesaurus

Synonymgruppe
Akklamation · Applaus · Beifall · Beifallklatschen · Beifallsbezeigung · Beifallsorkan · Beifallsrauschen · Beifallssturm · Beifallsäußerung · Handgeklapper · Jubel · Klatschen · Ovation · Standing Ovations · stehende Ovationen (es gibt ...) · tosender Beifall  ●  Beifallsbekundung  geh. · Beifallsbezeugung  geh.
Assoziationen
  • (das Publikum) von den Sitzen reißen · (die Zuschauer) zu Beifallsstürmen hinreißen · (einen) Beifallssturm entfachen
  • Applaus spenden · Beifall klatschen · Beifall spenden · Bravo rufen · beklatschen · es gibt (viel / kräftigen / starken ...) Applaus · klatschen  ●  (jemandem) applaudieren  Hauptform · akklamieren  österr. · (die) Hände rühren  geh. · (mit) Beifall bedenken  geh. · Beifall zollen  geh. · in die Händchen patschen  ugs., abwertend

Typische Verbindungen zu ›Applaus‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Applaus‹.

Verwendungsbeispiele für ›Applaus‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn ein Stück nicht gefällt, kann man ihm den Applaus versagen. [Chamrath, Gustav: Lexikon des guten Tons, Wien: Ullstein 1954 [1953], S. 2]
Er verbog sich in jede Richtung, die ihm geeignet schien, Applaus zu erheischen. [Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 895]
Als die Show zu Ende war, gab es kurzen Applaus. [Die Zeit, 22.12.1999, Nr. 52]
Je weniger die differenzierten Ergebnisse der Forschung bekannt sind, um so leidenschaftlicher fällt der Applaus aus. [Die Zeit, 24.05.1996, Nr. 22]
Der moderne Politiker sucht eher den Applaus als den Erfolg. [Tange, Ernst Günter: Zitatenschatz zur Politik, Frankfurt a. M.: Eichborn 2000, S. 19]
Zitationshilfe
„Applaus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Applaus>.

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