Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Aprikose, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Aprikose · Nominativ Plural: Aprikosen
Aussprache 
Worttrennung Ap-ri-ko-se
Wortbildung  mit ›Aprikose‹ als Erstglied: Aprikosenbaum · Aprikosenblüte · Aprikosengeist · Aprikosenlikör · Aprikosenmarmelade · Aprikosensaft · aprikosenartig
Herkunft aus abrikoosnl < abricotfrz < al‑barqūqarab (البرقوق) < (Persicum) praecoquumlat ‘frühreifer (Pfirsich)’
eWDG

Bedeutungen

1.
mittelgroße, gelbliche, fleischige Frucht mit einem scharfkantigen Stein
2.
umgangssprachlich Aprikosenbaum
Beispiel:
diese Aprikose blüht früh
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Aprikose f. aus China stammendes Steinobst, das im 1. Jh. in Italien bekannt und angebaut wird und den Namen lat. (Persicum) praecoquum ‘frühreifer (Pfirsich)’, dann praecoca (Plur.) erhält (zu lat. coquere ‘kochen, reifen’, praecoquere ‘vorher kochen, völlig reifen’). Aus der Pluralform entsteht spätgriech. brekókkia (βρεκόκκια) mit vielen abgewandelten Formen (vgl. Strömberg Griech. Pflanzennamen 160) wie beríkoka, beríkūka (βερίκοκα, βερίκουκα) sowie singularisch prekýkkion, berékekkon, berýkokkon (πρεκύκκιον, βερέκεκκον, βερύκοκκον), aus denen arab. al-barqūq gebildet wird. In span. albaricoque, katalan. albercoc, abercoc setzt sich die Kette der Entlehnung fort; letzteres führt zu frz. abricot m., dessen Plural abricots das nl. abrikoos veranlaßt. Aus der nl. Form stammt dt. Aprikose (17. Jh.) sowie russ. abrikós (абрикос).

Thesaurus

Botanik
Synonymgruppe
Aprikose  bundesdeutsch, schweiz. · Malete  pfälzisch, rheinisch, hessisch · Marille  österr.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Aprikose‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Aprikose‹.

getrocknet pflücken reif stehlen walliser waschen

Verwendungsbeispiele für ›Aprikose‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich will nun auch versuchen, noch einige Kilo Aprikosen zu bekommen. [Brief von Ernst G. an Irene G. vom 29.06.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270]
In unsere Region kam die Aprikose zu Beginn des 19. [Der Tagesspiegel, 06.04.2004]
Eine Aprikose von heute hat jedenfalls eine schöne, ebenmäßige Haut, doch ist sie steinhart. [Die Zeit, 20.07.2013, Nr. 30]
Von ihm erwartet man statt Aprikosen eher skulpturale Körbe oder Krüge. [Die Welt, 18.12.2004]
Die Aprikosen mit oder ohne Schale halbieren und dabei entkernen. [o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 162]
Zitationshilfe
„Aprikose“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Aprikose>.

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