April, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: April/Aprils · Nominativ Plural: Aprile · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Herkunft Latein
Wortbildung  mit ›April‹ als Erstglied: ↗Aprilnarr · ↗Aprilschauer · ↗Aprilscherz · ↗Apriltag · ↗Aprilwetter
eWDG, 1967

Bedeutung

vierter Monat des Jahres
Beispiele:
im April wechseln Regen und Sonnenschein
launisch, unbeständig, veränderlich wie der April
umgangssprachlich, vertraulich April! April! (= Ausruf, der lustige Schadenfreude ausdrückt, nachdem man jmdn. am 1. April angeführt hat)
umgangssprachlich, vertraulichheute ist doch nicht der erste April! (= du willst mich wohl zum Besten halten!)
sprichwörtlich April, April, der weiß nicht, was er will
Das war im April, wenn auch nicht am schalkhaften Ersten des Monats [ RaabeII 2,255]
übertragen
Beispiel:
jmdn. in den April schicken (= jmdn. zum Besten halten)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

April m. Name des vierten Monats im Kalenderjahr, ahd. abrello (Hs. 12. Jh.), mhd. aberelle, abrille, aprille, mnd. Ap(p)ril, mnl. april(le), aprel, nl. April, mengl. averil, engl. April gehen zurück auf lat. Aprīlis (mēnsis), das den 2. Monat des ursprünglich mit dem März beginnenden Jahres bezeichnet. Die Herkunft des lat. Wortes ist nicht sicher geklärt; am ehesten wohl im Sinne von ‘der zweite, folgende (Monat)’ verwandt mit ↗aber (s. d.) und komparativische Bildung zum dort dargestellten ie. *apo- ‘ab, weg’. April, das seit mhd. Zeit in mannigfachen Formvarianten (obd. überwiegt abrelle bis ins 16. Jh.) und zum Teil noch lange als fremdes Wort (mensis Aprilis u. ä.) in dt. Kontext verwendet wird, setzt sich gegen das ältere einheimische ahd. ōstarmānōd (11. Jh.), mhd. ōstermānōt nur allmählich, endgültig erst im 18./19. Jh. durch.

Thesaurus

Synonymgruppe
April · vierter Monat des Jahres  ●  Launing  veraltet
Oberbegriffe
  • Jahreszwölftel  ●  ↗Monat  Hauptform

Typische Verbindungen zu ›April‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›April‹.

Verwendungsbeispiele für ›April‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das brachte die Revolutionäre im April in Massen zurück auf die Straße.
Die Zeit, 18.04.2011, Nr. 16
Auch der Befreiung im April 1945 gingen noch entsetzliche Erlebnisse voraus.
Hannover, Heinrich: Die Republik vor Gericht 1975 - 1995, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1999], S. 236
Wenn sie nicht weggefangen werden, kommen sie im April zum Brüten wieder.
o. A. [cs]: Flußregenpfeifer. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1992]
Ein lauer Wind umsäuselt still mich im April - die Nase schnuppert ungewohnte Düfte.
Tucholsky, Kurt: Nicht! noch nicht! In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1914]
Mit einem Referendum haben Sie im April Ihre eigene Macht gestärkt und die des Parlaments beschnitten.
Der Spiegel, 10.07.2000
Zitationshilfe
„April“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/April>, abgerufen am 25.11.2020.

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