Arbeiteraristokratie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungAr-bei-ter-aris-to-kra-tie
WortzerlegungArbeiterAristokratie
eWDG, 1967

Bedeutung

Marxismus Schicht innerhalb des Proletariats, die um ihrer Vorteile und Vergünstigungen willen zum Verräter an ihrer Klasse geworden ist

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er steigerte auch die Kraft und die Ansprüche eines jungen Proletariats, das noch keine Zeit gehabt hatte, eine Arbeiteraristokratie zu bilden, das heißt zu verbürgerlichen.
Enzensberger, Hans Magnus: Der kurze Sommer der Anarchie, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972, S. 45
Die vorrevolutionäre Arbeiteraristokratie pflegte bei Gelegenheit und nur unfreiwillig in Fettnäpfchen zu treten.
konkret, 1993
Hier bildet sich eine Art von Arbeiteraristokratie, die den Gewerkschaften viel Kopfzerbrechen macht, weil sie für den Klassenkampf überhaupt nicht mehr zu brauchen ist.
Die Zeit, 24.01.1955, Nr. 04
Einem kleinen Kreis der Arbeiterbürokratie, Arbeiteraristokratie und kleinbürgerlicher Mitläufer können Brocken von den großen Profiten der Bourgeoisie zufallen.
o. A.: EIN FEHLER MACHT GESChiCHTE. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1983]
Sie redeten von "Bewusstseinserweiterung" und "Arbeiteraristokratie", von "Imperialismus" und "Solidarität", aber sie hatten ganz andere Vorstellungen von Solidarität als Hans.
Süddeutsche Zeitung, 19.07.2003
Zitationshilfe
„Arbeiteraristokratie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Arbeiteraristokratie>, abgerufen am 19.01.2019.

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