Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Arbeitskraft, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Arbeitskraft · Nominativ Plural: Arbeitskräfte
Aussprache 
Worttrennung Ar-beits-kraft
Wortzerlegung Arbeit Kraft
Wortbildung  mit ›Arbeitskraft‹ als Erstglied: Arbeitskräfteangebot · Arbeitskräftebedarf · Arbeitskräftelenkung · Arbeitskräftemangel · Arbeitskräfteüberschuss
eWDG

Bedeutungen

1.
Leistungsfähigkeit
Beispiele:
er besitzt eine unerhörte, nie erlahmende Arbeitskraft
im Besitz seiner vollen Arbeitskraft
seine ganze Arbeitskraft in etw. hineinstecken, auf eine bestimmte Aufgabe konzentrieren
viel Arbeitskraft (für etw.) aufbringen, aufwenden
sich [Dativ] seine Arbeitskraft (lange) erhalten, bewahren
jmdm. seine Arbeitskraft anbieten, zur Verfügung stellen, verkaufen
jmds. Arbeitskraft ausnützen, überbeanspruchen, ausbeuten
ein Gesetz zum Schutz der Arbeitskraft
Geld, Zeit und Arbeitskraft war vergeudet [ O. LudwigHimmel u. Erde1,163]
2.
(körperliche) Arbeit leistender Mensch
Beispiele:
sie ist eine billige, vollwertige, die geeignete Arbeitskraft
das Fehlen, die Abwanderung von geschulten Arbeitskräften
der Zuzug fremder Arbeitskräfte
es mangelt an Arbeitskräften bei der Spargelernte
der Bedarf an, die Neueinstellung von Arbeitskräften
Die Herrschaften sahen ihre derbe Figur und versprachen sich eine tüchtige Arbeitskraft [ ViebigTägl. Brot322]
mit außerordentlichem Aufgebot an Arbeitskräften [ Th. MannKönigl. Hoheit7,197]

Thesaurus

Synonymgruppe
Angestellter · Arbeitskraft · Bediensteter · Mitarbeiter  ●  Arbeitnehmer  Hauptform · Beschäftigter  Hauptform · Werktätiger  DDR
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe

Typische Verbindungen zu ›Arbeitskraft‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Arbeitskraft‹.

Verwendungsbeispiele für ›Arbeitskraft‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Arbeitskraft ist billig jetzt in Deutschland während der Inflation, sogar noch viel billiger, als Sie denken, mein Lieber. [Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 136]
In einem besonderen Buch sind alle Leistungen für die Arbeitskräfte des Hofes aufgezeichnet. [Hahn, Christian Diederich: Bauernweisheit unterm Mikroskop, Oldenburg i.O.: Stalling 1943 [1939], S. 189]
Gleichwohl ist auch die Arbeitskraft nicht von Haus aus eine abstrakte Größe. [Habermas, Jürgen: Theorie des kommunikativen Handelns - Bd. 2. Zur Kritik der funktionalistischen Vernunft, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1981, S. 476]
Und anstatt die Produktivität zu erhöhen, beutete man die Arbeitskraft rücksichtslos aus. [Friedrich, Carl Joachim: Totalitäre Diktatur, Stuttgart: Kohlhammer 1957, S. 192]
Das hängt, unter anderem, von der Zahl der Arbeitskräfte ab. [Der Spiegel, 08.10.1990]
Zitationshilfe
„Arbeitskraft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Arbeitskraft>.

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