Armee, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Armee · Nominativ Plural: Armeen
Aussprache  [aʁˈmeː]
Worttrennung Ar-mee
Herkunft aus gleichbedeutend arméefrz

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. Heer
    1. a) Gesamtheit der Streitkräfte eines Staates
    2. b) aus mehreren Armeekorps bestehender Truppenverband
    3. c) [veraltet, verhüllend] ...
  2. 2. [übertragen] große Anzahl
eWDG

Bedeutungen

1.
Heer
Beispiele:
die siegreiche Armee
eine Armee aufstellen
eine (feindliche) Armee aufreiben, besiegen, zerschlagen
Kann ich Armeen aus der Erde stampfen [ SchillerJungfr. v. OrleansI 3]
a)
Gesamtheit der Streitkräfte eines Staates
Beispiele:
in die Armee eintreten
in der Armee dienen
aus der Armee austreten
die Mobilmachung der Armee
die Rote Armee
b)
aus mehreren Armeekorps bestehender Truppenverband
Beispiel:
die erste, zweite Armee
c)
veraltet, verhüllend
Beispiel:
zur Armee abgehen, abmarschieren, abberufen werden, versammelt werden (= sterben)
2.
übertragen große Anzahl
Beispiele:
die Armee der Demonstranten, Arbeitslosen, Parteimitglieder
Die Millionen Pilger und Kranken … bedurften einer Armee von Klerikern zu ihrer Betreuung [ WerfelBernadette598]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Armee f. ‘Gesamtheit der Streitkräfte’, Übernahme (Anfang 16. Jh.) von gleichbed. frz. armée, afrz. armee ‘bewaffnete Schar’, gebildet zu afrz. armer ‘bewaffnen’, dem gleichbed. lat. armāre (zu lat. arma Plur. ‘Kriegsgerät, Waffen’) voraufgeht.

Thesaurus

Militär
Synonymgruppe
Armee · Militär · Streitkräfte · Streitmacht · Truppe · Wehr  ●  Barras  ugs. · schimmernde Wehr (heute ironisierend oder distanzierend)  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Feldzug · Kampfhandlungen · Waffengang · bewaffnete Auseinandersetzung · bewaffneter Konflikt · die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln · kriegerische Auseinandersetzung · kriegerischer Konflikt · kriegsähnliche Zustände · militärisch ausgetragener Konflikt · militärische Auseinandersetzung  ●  Krieg  Hauptform · Orlog  veraltet · militärische Option  verhüllend
  • Soldat
  • (das) Deutsche Heer (histor.)
Synonymgruppe
Anhäufung · Anzahl · Ballung · Batzen · Fülle · Haufen · Heer · Legion · Masse · Menge · Reihe · Schar · Schwall · Schwarm · Schwung · Serie · Unmasse · Unmaß · Unmenge · Unzahl · Vielheit · Vielzahl · Wust · Übermaß  ●  Armee  ugs. · Flut  ugs. · Latte  ugs.

Typische Verbindungen zu ›Armee‹ (berechnet)

Einheit General Oberbefehlshaber Offizier Soldat afghanisch bosnisch britisch französisch indisch irakisch irisch-republikanisch israelisch jugoslawisch kongolesisch kroatisch libanesisch malisch pakistanisch polnisch regulär rot russisch schweizer sowjetisch syrisch türkisch ukrainisch ägyptisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Armee‹.

Verwendungsbeispiele für ›Armee‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Von da ab entschied die Armee über das politische Geschick der Teilnehmer im politischen Spiel. [Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 56]
Aber in die Armeen des Mannes durfte sie nicht herein. [Pilgrim, Volker Elis: Manifest für den freien Mann - Teil 1, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1983 [1977], S. 85]
Die einzige Organisation, die nicht direkt zu übernehmen war, war die Armee. [Arendt, Hannah: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, Frankfurt a. M.: Europäische Verl.-Anst. 1957 [1955], S. 923]
Auch in die Sprache der Armee gingen zahlreiche französische Ausdrücke über. [Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Vierter Teil: Neuzeit, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1920], S. 3891]
Die angeblich siegreiche Offensive der Armee scheint bereits zum Stehen gekommen. [Der Spiegel, 10.01.2000]
Zitationshilfe
„Armee“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Armee>.

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