Armenfriedhof, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Armenfriedhof(e)s · Nominativ Plural: Armenfriedhöfe
Aussprache 
Worttrennung Ar-men-fried-hof
Wortzerlegung ArmeFriedhof
eWDG und ZDL

Bedeutung

Ort mit einfachster Ausstattung, der für die Begräbnisse mittelloser Personen vorgesehen ist
Kollokationen:
in Präpositionalgruppe/-objekt: auf dem Armenfriedhof begraben sein
Beispiele:
Der Gottesacker war nicht gerade ein Armenfriedhof, aber auch keine Begräbnisstätte für die Oberschicht. [Neue Zürcher Zeitung, 20.01.2008]
Zu den vier konfessionellen Friedhöfen kommen noch der Gemeinde‑ oder Armenfriedhof, auf dem die sogenannten Gemeinde‑Armen – bis 1938 war die Fürsorge ans kommunale Heimatrecht geknüpft – bestattet wurden[…]. [Der Standard, 10.06.2013]
In Neapel entdeckten wir den Campo Santo della Pietà, einen Armenfriedhof, der sich aus 365 nummerierten Gruben zusammensetzte, in denen kalendarisch die Toten des Tages ohne Särge, vollkommen nackt, begraben wurden. [Der Standard, 02.09.2011]
In Ketten dürfen sie [Strafgefangene] hinaus in die wirkliche Welt, dürfen etwas Nützliches tun – Unkraut jäten oder Straßen reinigen oder auf dem Armenfriedhof die Mittellosen beerdigen. [Der Spiegel, 16.07.2001, Nr. 29]
jetzt liegt er auf dem Armenfriedhof in Neumünster [ UhseBertram54]WDG

letzte Änderung:

Zum Originalartikel des WDG gelangen Sie hier.

Zitationshilfe
„Armenfriedhof“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Armenfriedhof>, abgerufen am 17.04.2021.

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