Arsenal, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Arsenal(e)s · Nominativ Plural: Arsenale
Aussprache
WorttrennungAr-se-nal
HerkunftArabisch → Italienisch
Wortbildung mit ›Arsenal‹ als Letztglied: ↗Atomarsenal · ↗Industriearsenal · ↗Munitionsarsenal · ↗Rüstungsarsenal · ↗Waffenarsenal
eWDG, 1967

Bedeutung

Waffenlager
a)
Militär
Beispiel:
ausgedehnte, umfangreiche Arsenale (im Hinterland) anlegen
bildlich
Beispiele:
das geistige, theoretische Arsenal einer Weltanschauung
ein riesiges Arsenal [die Enzyklopädie], aus dem sich die Vernunft immer neue Waffen […] holen konnte [Feuchtw.Füchse500]
b)
Gebiet, in dem sich etw. konzentriert, Schwerpunkt
Beispiel:
Arsenale der Wirtschaft, Schwerindustrie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Arsenal n. ‘Rüstkammer, Zeughaus’. Die frühesten dt. Belege (vom Ende des 15. Jhs. an) stehen in Reisebeschreibungen und beziehen sich auf die Fabrikations- und Lagerstätte für Waffen und Gerät in Venedig. Gegen Ende des 16. Jhs. erweitert sich die Bedeutung zu ‘Zeughaus’ schlechthin. Ital. arsenale m. ist eine Entlehnung von arab. dār aṣ-ṣinā‛a ‘Haus, wo etw. hergestellt wird’, besonders ‘Werft’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Arsenal · Waffen-Repertoire · ↗Waffenarsenal · Waffenvorrat
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

1-Sieg Atommacht Atomsprengkopf Atomwaffe Champions League Champions-League-Spiel FA-Cup Filmhaus Halbierung Interkontinentalrakete Keeper Kernwaffe Massenvernichtungswaffe Munition Nationaltorhüter Nuklearwaffe Reduzierung Sprengkopf Supermacht Torhüter Torwart Verringerung Waffe Wenger atomar nuklear reichhaltig rhetorisch strategisch unerschöpflich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Arsenal‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Binnen zwei Jahren hatte er bei Arsenal bereits über drei Millionen Euro verdient.
Der Tagesspiegel, 12.02.2003
Zum anderen ist eine räumliche Erweiterung innerhalb des Arsenals vorgesehen.
Süddeutsche Zeitung, 12.03.1999
Hinter den Gärten warteten ihre Arsenale darauf, gesprengt zu werden.
Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1966 [1948], S. 200
Und in dem unvermeidlichen Kampf mit der Polizei griffen sie dankbar auf die revolutionäre Tradition und das Arsenal des illegalen Kampfes zurück.
Laue, Theodor H. von: Rußland im 19. Jahrhundert. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 17410
Es wuchsen auch die Arsenale und ebenso die Zahl der Kriegsschiffe.
Heuß, Alfred: Hellas. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 4096
Zitationshilfe
„Arsenal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Arsenal>, abgerufen am 22.11.2019.

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