Arsenal, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Arsenal(e)s · Nominativ Plural: Arsenale
Aussprache 
Worttrennung Ar-se-nal
Wortbildung  mit ›Arsenal‹ als Letztglied: ↗Atomarsenal · ↗Industriearsenal · ↗Munitionsarsenal · ↗Rüstungsarsenal · ↗Waffenarsenal
Herkunft aus arsenaleital ‘Zeughaus’ < dār aṣ‑ṣinā ̔aarab (ﺩﺍﺭ ﺎﻠﺼﻧﺎﻋﺓ) ‘Haus, wo etwas hergestellt wird’, besonders ‘Werft’
eWDG

Bedeutung

Waffenlager
a)
Militär
Beispiel:
ausgedehnte, umfangreiche Arsenale (im Hinterland) anlegen
bildlich
Beispiele:
das geistige, theoretische Arsenal einer Weltanschauung
ein riesiges Arsenal [die Enzyklopädie], aus dem sich die Vernunft immer neue Waffen […] holen konnte [ Feuchtw.Füchse500]
b)
Gebiet, in dem sich etw. konzentriert, Schwerpunkt
Beispiel:
Arsenale der Wirtschaft, Schwerindustrie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Arsenal n. ‘Rüstkammer, Zeughaus’. Die frühesten dt. Belege (vom Ende des 15. Jhs. an) stehen in Reisebeschreibungen und beziehen sich auf die Fabrikations- und Lagerstätte für Waffen und Gerät in Venedig. Gegen Ende des 16. Jhs. erweitert sich die Bedeutung zu ‘Zeughaus’ schlechthin. Ital. arsenale m. ist eine Entlehnung von arab. dār aṣ-ṣinā‛a ‘Haus, wo etw. hergestellt wird’, besonders ‘Werft’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Arsenal · ↗Waffenarsenal · Waffenvorrat  ●  Waffen-Repertoire  fachspr., Jargon
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Arsenal‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Arsenal‹.

Verwendungsbeispiele für ›Arsenal‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Binnen zwei Jahren hatte er bei Arsenal bereits über drei Millionen Euro verdient.
Der Tagesspiegel, 12.02.2003
Zum anderen ist eine räumliche Erweiterung innerhalb des Arsenals vorgesehen.
Süddeutsche Zeitung, 12.03.1999
Hinter den Gärten warteten ihre Arsenale darauf, gesprengt zu werden.
Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1966 [1948], S. 200
Und in dem unvermeidlichen Kampf mit der Polizei griffen sie dankbar auf die revolutionäre Tradition und das Arsenal des illegalen Kampfes zurück.
Laue, Theodor H. von: Rußland im 19. Jahrhundert. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 17410
Es wuchsen auch die Arsenale und ebenso die Zahl der Kriegsschiffe.
Heuß, Alfred: Hellas. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 4096
Zitationshilfe
„Arsenal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Arsenal>, abgerufen am 24.01.2021.

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