Arsenik, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Arseniks · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Ar-se-nik
Herkunft Griechisch
formal verwandt mit Arsen
Wortbildung  mit ›Arsenik‹ als Erstglied: ↗Arsenikpille
eWDG, 1967

Bedeutung

Chemie giftige Verbindung von Arsen mit Sauerstoff
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Arsen · Arsenik
Arsen n. chemischer Grundstoff, gebildet (2. Hälfte 19. Jh.) aus älterem Arsenik n. womit heute die (sehr giftigen) Arsenoxide bezeichnet werden. Arsenik übernimmt das Dt. in der 1. Hälfte des 16. Jhs. als Name für arsenhaltige Verbindungen aus spätlat. arsenicum, dem lat. arrhenicum voraufgeht. Die lat. Formen setzen griech. arsenikón (ἀρσενικόν) und arrhenikón (ἀρρενικόν) fort, die über semit. Vermittlung (hebr. zarnīk, syr. zarnīkā) aus mpers. *zarnīk ‘golden, goldfarben’ stammen. Die antiken Bezeichnungen werden volksetymologisch, wohl im Gedanken an die Stärke des Giftes, als zu griech. arsenikós (ἀρσενικός), arrhenikós (ἀρρενικός) ‘männlich’ gehörig empfunden.

Typische Verbindungen zu ›Arsenik‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Arsenik‹.

Verwendungsbeispiele für ›Arsenik‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gedopt wird mit dilettantischer Offenheit, manchmal ist von Arsenik die Rede, öfter noch von Cognac.
Süddeutsche Zeitung, 18.07.2000
Ich beteuere nochmals, daß ich niemals Arsenik im Hause gehabt habe.
Friedländer, Hugo: Die unglücklichen Ehen. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1913], S. 28900
Unter Lichteinwirkung wandelte sich das Arsensulfid in weißliches Arsenik um.
o. A.: KUNSTGESCHICHTE. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 2000 [1999]
Sie legte sich eine Schmetterlingsammlung an und verlangte von ihr Arsenik zur Tötung der Schmetterlinge.
Freud, Sigmund: Die Traumdeutung, Leipzig u. a.: Deuticke 1914 [1900], S. 208
Dieses letzte Erzgebiet enthält ansehnliche Quantitäten von Gold, Silber, Kupfer, Zink, Arsenik, Schwefel und Schwefelerzen.
Frankfurter Zeitung (1. Morgenblatt), 03.01.1928
Zitationshilfe
„Arsenik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Arsenik>, abgerufen am 04.08.2020.

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