Asche, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Asche · Nominativ Plural: Aschen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Asche‹ als Erstglied: ↗Aschbecher · ↗Aschebecher · ↗Ascheeimer · ↗Aschegrube · ↗Ascheimer · ↗Aschekasten · ↗Aschekübel · ↗Aschenbahn · ↗Aschenbecher · ↗Aschenbrödel · ↗Ascheneimer · ↗Aschengrube · ↗Aschenkasten · ↗Aschenkübel · ↗Aschenputtel · ↗Aschenregen · ↗Aschenschale · ↗Aschenschaufel · ↗Aschepartikel · ↗Ascheregen · ↗Aschermittwoch · ↗Aschgrube · ↗Aschkasten · ↗Aschkübel · ↗aschblond · ↗aschfahl · ↗aschfarben · ↗aschgrau · ↗aschig
 ·  mit ›Asche‹ als Letztglied: ↗Knochenasche · ↗Kohlenasche · ↗Pottasche · ↗Tabakasche
 ·  mit ›Asche‹ als Grundform: ↗aschen · ↗veraschen
eWDG, 1967

Bedeutung

pulveriger Rückstand verbrannter Materie
Beispiele:
glühende, verglimmende Asche
Asche abfahren, bei Glatteis streuen
zu Asche zerfallen
die Asche (von der Zigarette) abstreifen
ein Gebäude, eine Stadt in Schutt und Asche legen (= niederbrennen, zerstören)
Physik radioaktive Asche
dichterisch Friede seiner Asche! (= Friede dem Toten!)
dichterisch er schwor bei der Asche seiner Väter [Immerm.Münchh.3,144]
gehoben, bildlich
Beispiele:
wie ein Phönix aus der Asche steigen (= verjüngt, neubelebt wieder erstehen)
in Sack und Asche gehen (= Buße tun, trauern)
veraltend sich [Dativ] Asche aufs Haupt streuen (= Buße tun)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Asche · einäschern · Einäscherung · Aschenbrödel · Aschenputtel · Aschermittwoch
Asche f. ‘Rückstand eines Brandes’, ahd. asca (8. Jh.), mhd. asche, esche, mnd. asche, mnl. assce, nl. as, aengl. æsce, æxe, engl. (Plur.) ashes, anord. schwed. aska führen auf eine Gutturalerweiterung ie. *azg- der Wurzel ie. *hā̌s- ‘glühen, Herd’, zu der auch nhd. ↗Esse (s. d.) sowie außergerm. aind. ā́saḥ ‘Asche, Staub’, hethit. hašša- ‘Asche’, lat. āra ‘Brandaltar, Opferstätte’, ārēre ‘trocken, dürr sein’, āridus ‘trocken, dürr’, ārea ‘freier Platz, Fläche, Tenne’ (eigentlich ‘ausgebrannte, trockene Stelle’) sowie (über eine Dentalerweiterung) griech. ázein (ἄζειν) ‘trocknen, dörren’, azaléos (ἀζαλέος) ‘dürr, trocken’ (s. ↗Azalee) gehören. einäschern Vb. ‘in Asche legen, niederbrennen’ und Einäscherung f. (beide 16. Jh.; im 16. Jh. auch einäschigen); seit Anfang des 20. Jhs. bezeichnen Verb und Substantiv vornehmlich den Vorgang der Feuerbestattung. Aschenbrödel, landschaftlich Aschenputtel n. ‘wer niedrige Arbeit tut und nicht beachtet wird’, mhd. aschenbrodele m. ‘Küchenjunge’, zu ↗brodeln bzw. putteln, ↗buddeln (s. d.) in der mundartlichen Bedeutung ‘wühlen, stauben’. Aschermittwoch m. ‘Tag nach Fastnacht und Beginn der Fastenzeit’, wo den katholischen Gläubigen Asche als Symbol der Vergänglichkeit und Buße aufs Haupt gestreut oder auf die Stirn gestrichen wird. Die Zusammensetzung bewahrt eine (vorwiegend südd.) Nebenform Ascher m. und tritt im 14. Jh. neben gleichbed. mhd. aschtac, das die Literatursprache im 16. Jh. aufgibt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Geld  ●  klingende Münze  fig. · Asche  ugs. · Bares  ugs. · Bimbes  ugs. · Chlübis  ugs., schweiz. · Flöhe  ugs. · ↗Heu  ugs. · ↗Kies  ugs. · ↗Knete  ugs. · ↗Kohle  ugs. · ↗Kröten  ugs. · ↗Mammon  ugs. · ↗Moneten  ugs. · ↗Moos  ugs. · Mäuse  ugs. · Ocken  ugs. · ↗Patte  ugs. · ↗Penunze  ugs. · ↗Piepen  ugs. · ↗Pulver  ugs. · ↗Rubel  ugs. · ↗Schotter  ugs. · Steine  ugs. · ↗Taler  ugs. · ↗Zaster  ugs. · Öcken  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Asche · Brandrückstand · ↗Schlacke · ↗Verbrennungsrückstand

Typische Verbindungen
computergeneriert

Asche Diamant Gestein Gesteinsbrocken Glut Haupt Lava Phönix Rauch Sack Schlacke Schutt Staub Urne Verstorbene auferstehen beisetzen bomben emporsteigen glimmen glühend legen schnippen speien spucken streuen verbrennen versinken verstreuen vulkanisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Asche‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann wird sie aus der Asche zu neuem Leben auferstehen.
Bild, 08.12.2003
Wieder zwei Löcher in die knochenharte Asche graben, die Füße hineindrücken, hinhocken.
Der Tagesspiegel, 07.06.2001
Außerdem muß man sich ständig um die Beseitigung der Asche kümmern.
o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 362
Von der weißen Farbe bleibt nichts nach, kein Kalk, kein Mehl, keine hellgraue Asche.
Fichte, Hubert: Das Waisenhaus, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1988 [1965], S. 128
Allenthalben um diesen Baum war die Erde mit Asche bestreut.
Weismantel, Leo: Die höllische Trinität, Berlin: Union-Verl.1966 [1943], S. 263
Zitationshilfe
„Asche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Asche>, abgerufen am 16.11.2018.

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